Im YouTube-Interview mit TV Strassensound sprach Fler nicht nur über seine Festnahme, sondern auch seine Kollegen Jalil, Xavier Naidoo, Manuellsen und Bushido.

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Credit: Maskulin

Drop von “Atlantis”
Am 20. März 2020 erschien das 16. Studioalbum von Fler, welcher fast exakt ein Jahr nach dem Drop von der Nummer-eins-LP “Colucci” mit “Atlantis” nachgelegt hatte. Das Werk hätte eigentlich schon im Dezember 2019 auf den Markt kommen sollen, doch wie es für den aus Berlin kommenden Rapper so üblich ist, hatte er nicht nur den Namen mehrfach geändert, sondern auch den Release zweimal verschoben. In der Zwischenzeit saß Patrick, so sein bürgerlicher Name, jedoch nicht nur auf dem Sofa rum und ließ die Seele baumeln, sondern erstellte 16 Tracks, welche allesamt von Simes Branxons produziert worden waren. Fünf Kollaborationen nahm Fler ebenfalls auf und stand demnach mit unter anderem Sido, Farid Bang und Sierra Kidd im Studio. Auch der Bushido-Diss “NONAME” ist auf der starken Tracklist zu finden:

Gerade noch gerettet
Um “Atlantis” in Fler-Manier zu promoten, hat er nicht nur unzählige negative Schlagzeilen geschrieben, sondern auch ein Interview nach dem anderen gegeben und in jenen immer mal wieder über die Stränge geschlagen. Im Gespräch mit TV Strassensound redete der Rapper nicht nur über die Corona-Krise und seine Festnahme, sondern auch seine Kollegen Jalil, Xavier Naidoo, Manuellsen und Bushido.

“Krasse Zeit! […] Zwei Wochen Geschäft zu ist für [manche Inhaber] das Todesurteil. […] Die haben sich gerade aufgerappelt, weil generell die Gastronomie in Berlin schwer ist, und jetzt klappt es gerade so und auf einmal kommt die Nummer und sie gucken wieder dumm aus der Wäsche. Da haben wir als Künstler Vorteile - mit Internet und Streaming und diese ganzen Geschichten. Live-Geschäft ist natürlich so eine Sache, wo ich auch höre von Kollegen, komplett gefickt. Aber da war ich sowieso nicht so drin”, sagte Fler, befindet sich mit seinem Label Maskulin “sowieso gerade im Leerlauf” und hätte demnach keine Klamotten an den Mann bringen wollen oder können. Seine Deluxe-Boxen der LP “Atlantis” kam für den Rapper gerade richtig. Weil er bereits eine Lagerstätte bei Amazon gebucht hatte und sein Album inmitten der Corona-Krise releast worden war, mussten die Auslieferer noch ihren Job erledigen. Andere Künstler, so fügte der “Grind”-Interpret hinzu, hätten nicht so viel Glück gehabt und mussten ihren Release bislang auf unbestimmte Zeit verschieben, um die Pandemie abzusitzen und im Anschluss daran eine CD richtig veröffentlichen und vermarkten zu können.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Krasse Ansagen
Doch Fler sprach nicht nur über die Corona-Krise, sondern schoss auch scharf gegen seinen ehemaligen Kumpel und Kollaborationspartner Bushido, welcher es sich nach dem Streit mit Clan-Chef Arafat komplett bei ihm verscherzt hatte. Als der Rapper auf den Ersguterjunge-Boss angesprochen wurde, rastete er förmlich aus und gestand: “Diggah Bushido! Ich will, dass Bushido stirbt. Ich will, dass Bushido stirbt! Er ist der einzige Mensch auf der Welt, wo ich will, dass der irgendwo auf der Welt in der Ecke liegt. […] Ich bin über viele Sachen informiert, die Bushido macht und ich wünsche ihm den Tod. Ich wünsche diesem Bastard den Tod. Weil, jeden Tag und jede Woche macht er Sachen im Hintergrund. Er ist ein ausgewiefter und ein ekliger Hund. Komm mir nicht auf so ein Level. […] Der Animus war vor deiner Haustür und du bist nicht runtergegangen - Ja, man läuft drei Minuten. Wenn er nur eine Minute unten ist? Wenn der Hurensohn nur eine Minute unten ist?! […] Jetzt habt ihr auf einmal alle Angst vor mir? Jetzt seid ihr aufgewacht? Ich dachte, ich bin Fler, die dumme Opfer-Kartoffel …”

Welche Aussagen der Rapper noch getätigt hat und warum Jalil ebenfalls für ihn gestorben ist, kannst Du Dir hier noch einmal reinziehen: