Gut 2,5 Jahre nach dem Selbstmord von Chester hat seine erste Band eine Mini-Dokumentation veröffentlicht und möchte damit ihrem ehemaligen Sänger ein letztes Mal die Ehre erweisen.

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Credit: J. Shearer / GettyImages

Witwe heiratete ein weiteres Mal
Der Selbstmord von Chester Bennington liegt mittlerweile schon 2,5 Jahre zurück und doch ist der Linkin Park-Frontmann nicht in Vergessenheit geraten. Stattdessen erinnern sich seine Fans, Bandmitglieder und vor allem seine Witwe und Mutter seiner Kinder - Talinda - an den “Numb”-Interpreten. Letztere Dame hatte Anfang Januar 2020 ein zweites Mal geheiratet und sich letzten Endes für den Doppelnamen Bennington-Friedmann entschieden. Einige ihrer Instagram-Follower konnten diesen Move nicht verstehen und machten ihr letzten Endes vorwürfe, Chester niemals geliebt zu haben …

“Ich würde sogar aus dem Auto springen, wenn es sein müsste. Das ist eine der Reaktionen, die ich bis zum heutigen Tage noch immer habe … es ist alles einfach zu schmerzhaft”, erklärte Talinda gegenüber Dr. Jennifer Ashton für den Podcast “Life After Suicide” und fügte hinzu, dass sie für die drei gemeinsamen, sowie ihre drei Stiefkinder da sein möchte. “Ich habe tagelang auf dem Boden gelegen und geweint. […] Dann habe ich meine Kinder im unteren Teil des Hauses gehört, sie haben miteinander gespielt. Es hat mich glücklich gemacht. Einfach die Tatsache, dass sie versucht haben, einen guten Tag zu haben. Es sieht so aus, als ginge es ihnen allen gut, doch das tut es nicht - ihre Mutter liegt schließlich oben im Flur und ist am Boden zerstört. Also bin ich im selben Moment aufgestanden und habe mich unter die Dusche gestellt. Es war der Moment, in welchem ich mich verändert habe. Ich habe mir gedacht, dass ich nicht für immer trauern kann und was tun muss.”

Nachdem Talinda schließlich unzählige negative Kommentare nach dem Posten von Bildern ihrer Hochzeit mit Michael lesen musste, platzte ihr letzten Endes der Kragen. “Warum bist du so sauer auf mich? Weil ich Liebe und Freude in meinem Leben gefunden habe? Liegt es daran, dass ich nicht darüber nachgedacht und DICH um Erlaubnis gebeten habe, mich mit Michael zu treffen? Liegt es daran, dass ich DICH nicht um Erlaubnis gebeten habe, wieder zu heiraten? Bist du sauer auf mich, weil ich DICH nicht um Erlaubnis gefragt habe, Chester einäschern zu dürfen, obwohl es sein letzter Wille war? Oder bist du sauer auf die Tatsache, dass ich das Errichten eines Denkmals bis jetzt aufgeschoben habe, bis ALLE Kinder - einschließlich Draven - entscheiden konnten, wo und was sie für ihren Vater aufstellen wollen? Schließlich stammen die Hunderttausende von Dollar, die das Denkmal zum Bau verschlingen wird, direkt aus ihren Treuhandkonten. Oder bist du sauer auf mich, weil du denkst, ich gebe das Geld ihres Vaters aus?”, fragte Chesters Witwe unter anderem im Kommentarfeld ihres Instagram-Beitrags und fügte hinzu, dass sie mit dem Nachlass des Linkin Park-Frontmanns das Leben ihrer Kinder finanzieren und auch weiterhin den Nachnamen Bennington behalten würde. “Lass mich raten: Ich wette, du wusstest nicht, dass Chester wollte, dass ich Bennington in meinem Namen behalte und einen weiteren hinzufüge, falls ich jemals wieder heirate. Weil ich meine beiden verheirateten Namen behalte, Bennington-Friedman mit Stolz. Warst du bei unseren Gesprächen dabei? […] Jemanden zu finden, der hilft, UNSERE Kinder großzuziehen und zu lieben, wenn einer von uns nicht mehr da ist. […] Bist du wütend auf mich, weil du denkst, ich hätte meinen Mann getötet? Denn wenn du seine Tagebücher und Autobiografien lesen würdest, welche ich in einem Safe aufbewahre, würdest du ganz anders darüber denken. Und ja, er ist immer noch mein Ehemann.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Anekdoten und Co.
Fans des Linkin Park-Frontmanns stärkten Talinda am Ende den Rücken und hoffen, dass sie sich von allen Hatern nicht das Leben ruinieren lässt, sondern für ihre Kinder stark sein kann. Und stark sein muss die Familie wahrscheinlich auch, wenn sie sich die neueste Mini-Dokumentation von Chesters erster Band ansehen. Die Jungs von Grey Daze wollten ihrem Sänger eine weitere Ehre erweisen und veröffentlichten das gut acht Minuten lange Video, in welchem diverse Anekdoten von Chester Benningtons engsten Freunden und Familienmitgliedern zu hören sind.

“Ich wusste, dass er einer Band beitreten wollte. Er hat uns von klein auf gesagt, dass er aufwachsen und ein Rockstar werden würde. Du hast ihn fragen können: ‘Was möchtest du einmal werden, wenn du erwachsen bist?’ und er würde antworten: ‘Ein Rockstar!’”, erinnerte sich seine Mutter Susan Eubanks und fügte hinzu, dass ihr Sohn selbst geplant hatte, mit seiner alten Band wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen …

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Auch Schlagzeuger Sean Dowdell sprach über die Anfänge mit Grey Daze und gestand, dass Chester von seinem Vater nur das Go bekam, sollte er im Alter von 15 Jahren seine Hausaufgaben erledigt haben. Von dem Zeitpunkt an sollen sie sich drei- bis viermal in der Woche getroffen und an ihren gemeinsamen Songs gearbeitet haben. Was als nächstes passiert war, kannst Du Dir in der Mini-Dokumentation auf YouTube anschauen: