Bevor Kontra K seine Sachen packt und nach Australien jettet, nahm er sich einige Minuten Zeit und plauderte mit bigFM-Aline im Exklusivinterview über seine Rettungsaktion in Australien.

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Credit: William Krause/bigFM

Dreht ein Video in Indien
“Ich lese gerade, dass ich nach Australien fliege. Das stimmt gar nicht, das habe ich auch so nicht verbreitet. Ich habe gesagt, ich helfe. Wir haben Visas beantragt, aber du kannst nicht einfach irgendwo hinfliegen und denkst du läufst da ins Feuer und du rettest Koala-Babys. Du musst dich mit Leuten, die dort sind, die selbst schon voller Stress sind und keine Zeit haben, irgendwelche neuen Leute da einzulernen - weil die Katastrophe gerade passiert”, erkläre Kontra K Mitte Januar 2020 in seiner Instagram-Story und machte damit einmal wieder auf die Buschfeuer in Australien aufmerksam.

“Denkst du, du hilfst denn einfach. Also: Wir sind dran. Wir haben uns auch schon Geldmäßig beteiligt. Es gibt mehrere gute Stiftungen und so. Wir sind mit PETA in Kontakt und gucken erst mal, ob es überhaupt möglich ist. Und so lange sind wir erst einmal wo anders und drehen einen Teil von Musikvideos. […] Fakt ist: Presse ist ein bisschen schnell. Wir wollen auf jeden Fall helfen, wir sind dran. Wenn das klappt - die richtigen Leute haben wir auch schon kontaktiert. Und wenn es nicht klappt? Dann suchen wir uns die richtigen Leute, die wir finanziell auch noch weiter unterstützen.”

Zum redaktionellen Zeitpunkt befindet sich Maximilian Diehn, so sein bürgerlicher Name, mit seiner Crew in Indien, drehte am Freitag, den 24. Januar 2020 ein neues Musikvideo in den Slums, in welchen auch der Film “Slumdog Millionär” gefilmt worden war. Trotz seines stressigen Zeitplans nahm sich K dennoch fünf Minuten Zeit, um im Exklusivinterview mit bigFM einige Fragen bezüglicher seiner anstehenden Reise nach Australien zu beantworten.

bigFM-Aline: Du engagierst Dich normalerweise auch sonst für Wildtiere. Warum möchtest Du jetzt genau nach Australien reisen?

"Also, was ich mache ist in erster Linie - ob es für Australien ist oder was anderes. Ich möchte den Menschen einfach zeigen, dass sich an dem Leid nichts verändert. Das du nicht auf Instagram große Predigen schwingen kannst. Dann verändert sich die Welt nicht. Und die ganzen Moralapostel-Posts da bringen halt der Welt nicht viel und deswegen fliege ich jetzt hier her, möchte mein Geld investieren und möchte aber auch gucken, wo mein Geld hingeht und möchte auch selbst helfen und deswegen bin ich auf dem Weg - mehr oder weniger - nach Sydney. Wir haben einen Zwischenstopp gemacht, um ein Video zu drehen in Indien. Und sind am Montagabend in Sydney und treffen am Dienstag die Leute und werden am Dienstag/Mittwoch in den Busch fahren, wo es teilweise noch brennt und wo Leute Hilfe benötigen. Wir müssen teilweise erst mal gucken, weil da die komplette Infrastruktur im Arsch ist. Und ja, das ist der Plan.”

bigFM-Aline: Wie kamst Du darauf, dass Du in Australien mit anpacken möchtest?

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bigFM-Aline: Wie kam es bei Dir, dass Du gesagt hast: ‘Okay, das ist der Plan! Ich habe das Gefühl ich muss darunter und ich muss helfen’?

Vorab hatte Kontra K natürlich schon versucht mit Hilfsorganisationen Kontakt aufzubauen und bekam am Ende von seinen Kumpels einfach nur den Rat, dass er auf Antworten gar nicht erst warten bräuchte.

“Diggah, du brauchst hier gerade überhaupt nicht anzufragen. Das ist wie, als wenn gerade ein Autounfall passiert. Das ist eine richtige Katastrophe. Das ist nicht nur irgendein Feuer, da brennt ein ganzer Kontinent. Städte komplett ohne Netz - in den Großstädten geht das natürlich noch. Wir müssen sehen, was ist. Wir haben ein paar Anlaufpunkte und coole Menschen, die sich schon angeboten haben”, sagte der Deutsch-Rapper im exklusiven bigFM-Interview und fügte hinzu, dass er weiß, dass er von niemandem groß eingewiesen werden kann und einfach mit anpacken muss. “Deswegen müssen wir sehen, was passiert und wo wir helfen können. Das machen wir ja sonst auch so mit Videos. Wir haben ein paar Anlaufstellen und dann schauen wir mal. […] Wir haben gar keinen Plan und es war ursprünglich eine Woche angedacht, es können aber auch zwei werden.”

Sorgen machen müssen sich Fans des Künstlers dennoch nicht: Kontra K möchte zwar helfen, weiß jedoch auch, dass er sich auf den kommenden und zweiten Teil seiner “Die letzten Wölfe”-Tournee vorbereiten muss. Via Instagram-Story möchte er all seine Follower auf dem Laufenden halten und wird höchstwahrscheinlich eine T-Shirt-Aktion starten, um Spenden generieren zu können.