Klinghoffer ersetzte seit 2009 den freiwillig aus der Band gegangenen John Frusciante und musste nun für letzteren Gitarristen erneut das Feld räumen. Verärgert ist er dennoch nicht.

Anthony-Kiedis-and-Josh-Klinghoffer-of-Red-Hot-Chili-Peppers-.jpg

Credit: Tim Mosenfelder / GettyImages

Gitarrist wurde erneut ausgetauscht
Die Red Hot Chili Peppers haben sich im Jahr 1983 gesucht und gefunden, sind eine kalifornische Funk- und Alternative-Rockband und zählen zu den kommerziell erfolgreichsten Vertretern beider Genres. Ihre LP "Blood Sugar Sex Magik", welche im September 1991 releast worden war, gilt bis heute als eines der bedeutendsten ihrer Art und wurde von Kritikern als “das beste Album, das die Chilli Peppers je machen werden” beschrieben.

RHCPs zwölftes Album wollen die sechsfachen Grammy-Gewinner in 2020 aufnehmen und das soll etwas ganz Besonderes werden: Nachdem John Frusciante in 2009 freiwillig die Gruppe verlassen hatte, kehrte der Gitarrist zu den Red Hot Chili Peppers zurück. "Mir wurden strenge Anordnungen für dieses Interview gegeben: ‘SPRICH AUF KEINEN FALL ÜBER DIE BAND!’“, wurde Mitglied Smith laut Rolling Stone zitiert, welcher im Gespräch eigentlich nur um seine Ausstellung “The Art of Chad Smith” plaudern sollte. Fragen bezüglich der Veränderung der Gruppe hat er dennoch beantwortet: “Also, ja. John ist zurück in der Band. Wir sind aufgekratzt. Bislang sind nur Festivals gebucht. Fürs Erste wollen wir uns ganz auf die Aufnahme neuer Songs und eines neuen Albums konzentrieren. Wir freuen uns alle tierisch darüber, wieder gemeinsam Musik zu machen.”

Kein böses Blut
Für zwei Gitarristen haben die Jungs rund um Frontmann Anthony Kiedis leider keinen Platz und schmissen Josh Klinghoffer, welcher seit 2009 den Platz von Frusciante eingenommen und bei der Erstellung der LPs “I’m With You” und “The Gataway” geholfen hatte, aus der Gruppe … Wer nun jedoch glaubt, dass sich Klinghoffer negativ über die Red Hot Chili Peppers äußert, der hat sich in ihm getäuscht. Im “WTF”-Podcast von Marc Maron sagte der ehemalige Gitarrist der erfolgreichen Band, dass es eine “sehr einfachen Entscheidung” gewesen war und es “keine Animositäten” geben würde. Den Wechsel hatten ihm seine Kollegen im Übrigen im Haus von Flea mitgeteilt und ihm jenen Schritt richtig erklärt.

“Sie sagten mir: ‘Wir wollen auf den Punkt kommen. Wir haben uns dazu entschieden, dass wir John fragen wollen, ob er zurückkommen möchte.’ Und ich saß dann erst einmal schweigend dort und erklärte schließlich: ‘Das war keine Überraschung.’ […] Die Nachricht war dennoch ein Schock für mich – aber keine Überraschung. […] Das war immer Johns Platz gewesen in der Gruppe. Ich freue mich für ihn. Ich freue mich, dass er wieder bei ihnen ist. […] Sie sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache. Mit der Geschichte, die beide teilen, kann ich auch nicht mithalten. […] Es wäre härter gewesen, wäre John schon vor fünf Jahren zur Band zurückgekehrt. Nun, nach zehn Jahren, zwei Tourneen und nahezu drei Alben bin ich stolz auf das, was ich mit ihnen erschaffen habe. Uns ist wirklich etwas gelungen.”

Was ein Ehrenmann!

Den kompletten Podcast kannst Du Dir hier noch einmal anhören: