Die Toten Hosen haben vom DFB für ihr langjähriges Engagement gegen Rassismus einen Preis verliehen bekommen.

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Credit: Alexander Scheuber/Bongarts / GettyImages

Ehre für die Toten Hosen
Am Montagabend, den 18. November 2019 fand die DFB-Preisverleihung im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens statt, bei welcher man einen der erfolgreichsten deutschsprachigen Acts unseres Landes ehrte. Dank des jahrelangen Engagements gegen rechtsextreme Positionen im Fußball wurden die Toten Hosen mit dem Julius-Hirsch-Ehrenpreis ausgestattet und nahmen den Award selbst entgegen. Thees Uhlmann, der die Laudatio hielt und den Preis überreichte, sagte zuvor: “Hosen-Konzerte, das sind Orte in unserer auseinanderdriftenden Gesellschaft, wo wir noch zusammenkommen. Der Banker neben dem Punker. Wir sind alle Fußball – und wir sind alle Hosen-Fans.”

“Unsere Band findet es sehr gut, dass der DFB im Namen von Julius Hirsch diesen Preis verleiht. Damit erinnert man an die dunkle Zeit der deutschen Vergangenheit. Und man setzt ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus. Dafür stehen wir auch als Band. Wenn wir die Aufmerksamkeit mit unseren Namen noch ein bisschen stärker auf diesen Preis lenken können, machen wir das sehr gerne”, erklärte Frontmann Campino bei der Übergabe und freute sich über jenen Moment.

“Ich muss mir nicht selbst dafür auf die Schultern klopfen, mich seit fast 40 Jahren gegen rechts einzusetzen. Wir wollen mit unserer Anwesenheit auch helfen, den Fokus auf diesen Preis zu richten”, sagte der Frontmann der Toten Hosen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. “Denn wir finden es gut, dass der DFB es als seine Aufgabe sieht, klare Kante zu zeigen gegen Fremdenhass, Rassismus und Homophobie.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Und auch via Instagram bedankten sich die Toten Hosen bei allen Fans und erklärten unter anderem: “Gestern Abend haben wir in Frankfurt vom DFB den Julius Hirsch-Ehrenpreis verliehen bekommen. Wir haben diese Auszeichnung als Ermunterung und stellvertretend und für all diejenigen angenommen, die sich innerhalb des deutschen Fußballs und in den Stadien seit Jahren darum bemühen, dass Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie dort keinen Platz haben und diejenigen, die in den Vereinen täglich ehrenamtlich einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft leisten. […] Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken und hiermit noch einen Gruß und ein kleines Extra-Dankeschön an unseren Freund Thees Uhlmann für seine Laudatio senden.”