Wegen illegalem Waffenbesitzes wurde US-Rapper Kodak Black zu drei Jahren und zehn Monaten verurteilt und legte sich direkt im Anschluss mit zwei Polizisten an.

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Credit: Scott Dudelson / GettyImages

Auf und Ab
Mit seinem Debütalbum “Painting Pictures" konnte Kodak Black Ende März 2017 die US-Charts im Sturm erobern und das Werk mit Singles wie “Tunnel Vision” und “Patty Cake” richtig promoten. Seine zweite LP - “Dying to Live” - war sogar noch erfolgreicher und beinhaltete unter anderem die Nummer-eins-Single “ZEZE”, welche in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen Travis Scott und Offset releast worden war. Doch Black feierte seinen Erfolg nicht nur, er trieb es auch auf die Spitze, schmiss sein Geld mit beiden Händen zum Fenster und wurde abhängig von diversen Drogen. Mit der Zeit kamen ebenfalls unzählige Straftaten hinzu, er wurde nach einem missglückten Raubüberfall sowie des Besitzes von Marihuana und einer Schusswaffe verhaftet und unter Hausarrest gestellt. Doch daran hatte sich Kodak Black nicht gehalten und verbrachte schließlich mehrere Monate hinter schwedischen Gardinen.

Nach seiner Entlassung musste er an einem Kurs zur Selbstbeherrschung teilnehmen, soll die Leiterin Ramona Sanchez “immer wieder unterbrochen und die ganze Zeit gerülpst” haben. Als man ihn bat, den Raum zu verlassen, kam es schließlich zu Handgreiflichkeiten, der Rapper nahm Sanchez das Smartphone, mit welchem sie die Polizei rufen wollte, ab und verletzte sie am Handgelenk. Weitere Monate im Gefängnis kamen auf den Rapper zu, bevor er erneut gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen und die USA verlassen hatte. Bei seiner erneuten Einreise wurde Dieuson Octave, so sein bürgerlicher Name, ein weiteres Mal verhaftet. Er wurde im April 2019 des illegalen Besitzes einer Waffe dritten Grades und des illegalen Besitzes von Marihuana überführt, saß seither in Untersuchungshaft und wurde Mitte November 2019 einem Haftrichter vorgeführt. 46 Monate drückte man dem Künstler auf.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Hold It Down While I’m On Lock. Calling Shots From The Box #Literally

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Schlägerei im Gerichtssaal
“Junge Leute machen dumme Sachen. Das Problem dabei ist, dass du, seitdem du 15 Jahre alt bist, dumme Sachen anstellst”, erklärte Richter Federico Moreno an Ort und Stelle und musste mitansehen, wie sich Kodak Black gegen zwei Beamten wehrte und einem der Männer selbst in die Hoden gekniffen hatte.

Der namentlich nicht weiter erwähnte Offizier wurde nach dem Vorfall ins Krankenhaus eingeliefert, hat einen Leistenbruch erlitten und muss wegen seiner Verletzungen operiert werden. Der Kampf wurde nicht in Kodaks Verurteilung mit einbezogen, was jedoch nicht bedeutet, dass er in den kommenden Monaten nicht noch einmal angezeigt und für weitere Jahre verurteilt wird …