“Ich habe nur gedacht: 'Wie kann ich helfen, wenn ich selbst total neben der Spur bin?’", erinnerte sich Robbie an den Hilferuf seines jüngeren Kollegen zurück.

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Robbie konnte nicht helfen
Im Jahr 1995 mussten einige Seelsorge-Telefone eingerichtet werden, nachdem sich Robbie Williams von der Band Take That verabschiedet hatte. Der britische Musiker war selbst neben der Spur und wusste nicht mehr weiter. Seine Fans standen ebenfalls vor einem Nervenzusammenbruch. Und gut 20 Jahre später ereignete sich fast dieselbe Geschichte noch einmal: Zayn Malik gab sein Aus bei One Direction bekannt und hatte mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen … Es ging sogar so weit, dass er auch Monate später noch Deals in letzter Minute absagte und via Instagram folgendes gestand: “An all die Menschen, die heute beim 'Capital Summertime Ball' auf mich gewartet haben … Ich bin gestern nach England geflogen, um in meinem Heimatland vor meiner Familie, meinen Freunden und insbesondere vor meinen englischen Fans aufzutreten. Mich hat wieder diese Angst, die mich seit Monaten bei Live-Auftritten verfolgt, überwältigt. Wegen der Größe des Events erlitt ich die schlimmste Panikattacke meiner Karriere... Ich kann mich nicht genug entschuldigen, aber ich will ehrlich zu allen sein, die so geduldig auf mich gewartet haben und verspreche, dass ich es wiedergutmachen werde. Ich weiß, dass jeder, der unter Angstzuständen leidet, mich verstehen wird und hoffe, dass diejenigen, die es nicht kennen, meine Situation verstehen.”

Dass Zayn tatsächlich Hilfe brauchte, erkannte auch Robbie Williams und konnte seinem jüngeren Kollegen dennoch nicht nicht zur Seite stehen. Stattdessen erinnerte er sich an einen Aufruf zurück und gestand im Interview mit dem “GQ Hype”-Magazin: “Als Zayn viel durchgemacht hatte, hat sich sein Team an meines gewandt und mir gesagt, dass ich ihn anrufen und helfen sollte. Und ich hatte mir nur gedacht: 'Wie kann ich helfen, wenn ich selbst total neben der Spur bin?’ Ich wollte den Jungen nicht anrufen und ihm erzählen, dass es keine Hoffnung gibt. Und du willst definitiv nicht, dass ich ihn am Telefon habe und ihm sage: ‘Hey, ich weiß, dass du gerade einmal 24 Jahre alte bis und es ab jetzt nur noch schlimmer wird. Es wird verdammt noch einmal nur noch schlimmer.’”

Mittlerweile hat auch Robbie Williams seine psychischen Probleme im Griff und würde ein Telefongespräch mit Zayn begrüßen. “Jetzt würde ich ihn anrufen, ja. Doch zu genau dieser Zeit damals? Du hättest wirklich nicht gewollt, dass ich den Hörer in die Hand nehme.

Ob sich Malik auf dieses Angebot einlassen wird? Der britische Musiker soll sich aktuell auf eine kommende, noch nicht bestätigte Tournee vorbereiten und seine beiden LPs “Mind of Mine” und “Icarus Falls” aus 2016 und 2018 promoten wollen. Ob er seine Fans nach solch einer langen Pause noch überzeugen kann?