Alice Schwarzer erklärte am Dienstag, den 29. Oktober 2019, dass Deutsch-Rapper Kollegah “mit seinem enthemmten Sexismus, Antisemitismus und Islamismus” den Titel des Sexisten des Jahres verdient habe.

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Credit: Frank Hoensch / GettyImages

Negativpreis 2019
Das Frauenmagazin “Emma” ist eine deutschsprachige feministische Publikumszeitschrift, welche im Jahr 1977 von Journalistin Alice Schwarzer gegründet worden war und seither jede zwei Monate erscheint. “Der war irgendwann mal aufgetaucht und gefiel uns. Nicht nur wegen der Anspielung auf die Em(m)anzipation, sondern auch, weil er das selbstironische Gegenteil vom platt Erwarteten war: Wie würde sie wohl heißen, diese Zeitschrift der jetzt vollends größenwahnsinnigen Schwarzer? Nora? Die Rächerin? Die Amazone? Nein. Emma. Ganz einfach Emma”, erklärte Schwarzer zum Namen, welcher auf einem Wortspiel von "Emanzipation" beruht.

Und siehe da? Zum erstem Mal seit 1977 haben die Redakteure und Redakteurinnen einen Preis verliehen und Skandal-Rapper Kollegah zum “Sexist Man Alive 2019” ernannt - Anspielung auf den Titel “Sexiest Man Alive”, welcher vom People-Magazin benannt wird. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag, den 29. Oktober 2019 teilte Alice Schwarzer mit, dass ihre Frauenzeitschrift ab jetzt den Sexisten des Jahres küren und jenem den “Emma”-Award überreichen würde.

“Da drängelten sich die Anwärter. Doch einer ragte klar aus der Menge heraus mit seinem enthemmten Sexismus, Antisemitismus und Islamismus: der Rapper Kollegah”, sagte die 76-Jährige über den Negativpreis. “Keiner ist so sexistisch, homophob und so antisemitisch wie du. Wir gratulieren, Kollegah!”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Sexist Man alive.

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Während Kollegah unter seinem neuesten Instagram-Post jenen Preis erwähnt hatte und von seinen Fans bewundert worden war, gratulierte ihm ein Rap-Kollege wie folgt via Instagram: “So an dieser Stelle wollte ich auch noch einmal meinem Bruder Kollegah gratulieren. Ich habe gehört, du hast gestern mal wieder einen Preis gewonnen - Sexist Man Alive”, lachte Farid Bang und fügte hinzu: “Ich denke mal, nächstes Jahr mache ich das Dingen. Herzlichen Glückwunsch.”