Nachdem die 23-jährige Schweizerin von der Polizei festgenommen und schließlich wieder freigelassen worden war, setzte sie sich in den Kosovo ab und meldete sich zu dem Betrugsverdacht zu Wort. bigFM war live mit vor Ort und berichtet von ihrer Pressekonferenz.

Loredana Pressekonferenz

Credit: bigFM

Festnahme und Entlassung
Loredana schrieb in dieser Woche negative Schlagzeilen, nachdem die Staatsanwaltschaft Luzern ein Statement veröffentlichte und der Rapperin vorgeworfen hatte, gemeinsam mit ihrem Bruder rund 800.000 Euro von Petra Z. und dessem Mann erschlichen zu haben. Unter einem falschen Alias soll sich die 23-Jährige als "uneheliche 29-jährige Tochter des Zürcher Staranwalts Valentin Landmann" ausgegeben haben, woraufhin zwölf Monate später die Handschellen klickten und sie abgeführt worden war. Zwei Tage nach der Festnahme wurde Loredana erneut entlassen, jettete direkt mit ihrem Ehemann Mozzik nach Pristina, Kosovo und kündigte via Instagram-Story eine Pressekonferenz an. Mit ihren Anwälten Tomë Gashi und Artan Sadiku nahm die Rapperin Medienvertreter im Hotel Emerald in Empfang und nahm erstmals Stellung zu allen Vorwürfen. bigFM war selbstverständlich ebenfalls mit vor Ort und berichtete live via Instagram-Story von den Geschehnissen.

“Hi, ich bin Loredana Zefi, ich bin hier, um ein Videodreh zu machen. Dieses Videodreh wurde schon längere Zeit geplant, ich habe kein Grund gesehen, dieses Video zu verschieben”, startete die Schweizer Rapperin in ihre einberufene Pressekonferenz am Freitag, den 10. Mai 2019. “Ich bin hier, um eine Sache klarzustellen, die für mich sehr wichtig ist und wahrscheinlich mich als Person auch ausmacht. Dieses Geld, was ein entgegengenommen wurde, von irgendwelchen Leuten, wurde nicht mit dem Zwang, also es wurde nicht gezwungen, sie wurde nicht bedroht und sie wurde nicht betrogen. Das sind die drei Sätze, die drei Sätze, Wörter, die für mich am meisten Gewicht in diesem ganzen … Ich weiß, dass die Sache 2016 angefangen hat, da war ich nicht einmal involviert. Ich wusste nicht einmal, dass diese Person existiert oder das da irgendwas abläuft. [sic]”
 

Im Anschluss an jene Worte wollte sie “ihre Wahrheit” erzählen und redete wie folgt um den heißen Brei herum: “Es ist eine Verantwortung, dass ich eine Künstlerin bin und ‘ne Menge Leute mich sehen und vielleicht als Idol sehen. Aber, wenn es um meine Familie geht, kenne ich gar nichts mehr. Ich kenne weder die Musik, ich kenne weder den Ruf, ich kenne weder das Geld, ich kenne gar nichts mehr. Ich wurde von meinem Vater so erzogen, dass nichts auf dieser Welt größer oder mächtiger ist, als meine Familie. Wie ihr mit eurer Familie seid, oder wie euch - Ich weiß nicht, wie ihr das macht, aber ist das, was mich belehrt worden ist. Ich hab tatsächlich alles, aufs Spiel gesetzt - mein Ruf, meine Musik, mein Leben für meine Familie und ich werde das auch nie bereuen. Und warum ich heute hier bin, ist nur noch genau diese drei Wörter die ich euch bitte nicht zu vergessen, und zwar: Dieses Geld wurde nicht mit Zwang genommen, wird nicht mit Drohungen genommen und nicht mit Betrug genommen. Ansonsten: Auf welche Seite ihr seid oder ob ihr denkt, ich bin richtig oder falsch. Mir ist es wichtig, dass ich hier stehe und die Wahrheit für mich selber sage. Ihr könnt für mich oder ihr könnt gegen mich sein [sic]”, sagte Loredana in ihrer Pressekonferenz aus und fügte hinzu, dass sie glücklich sei und es ihr gut gehen würde.

“Ich meine, Skandale gibt es überall. Was wahr oder nicht wahr ist, das wird sich irgendwann mal herausstellen. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass die Musik damit nichts zu tun hat. Wir machen doch Musik, das ist unser Talent. Egal, was ist, wenn die Musik gut ist, die Person wird den Song trotzdem im Auto anmachen und sagen: ‘Scheiße alter! Was ist das schon wieder für ein Song!’”

Wirklich Stellung bezogen hat sie zu dem angeblichen "Betrug, der Erpressung, Nötigung und Drohung” noch immer nicht, auch weiterhin könnte ihr eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und/oder eine Geldstrafe drohen.

Die gesamte Pressekonferenz könnt Ihr Euch hier nochmal ansehen: