Während Kollegah Newcomern die Chance gab sich im Battle-Rap zu beweisen und den eigentlichen Gewinner unter Vertrag genommen hatte, wurde er vom Zweitplatzierten als “Verräter und Saboteur” bezichtigt und gedisst. Der Boss selbst meldete sich in einem YouTube-Video zu Wort und sprach Klartext.

Kollegah shows his muscles as he arrives for the Echo Award

Credit: Andreas Rentz / GettyImages

Fans stellen sich gegen Kollegah
Deutsch-Rapper Kollegah hat es in seinen 34 Jahren zu viel gebracht, kann die Massen mit seinen Beats und Muskeln vom Hocker hauen und zerfetzt das Business mit jedem Drop. Der “Alpha Music Empire”-Boss ist sogar so erfolgreich unterwegs, dass er vor kurzem erst einem Newcomer die Chance angeboten hatte, sich zu duellieren und sich dank seines Könnens einen Plattenvertrag unter den Nagel reißen zu können. Doch sein Plan ging am Ende nach hinten los: Während sich das Battle zwischen Ssynic und Meidi (ehemals Mighty Mo) entscheiden sollte und die Juroren Tierstar, Ali As, Kool Savas, Motrip und Kollegah allesamt für letzten Künstler stimmten, war das gesamte Publikum von Ssynic überzeugt. Dass ihr Liebling am Ende leer ausgegangen war und kein Album unter der “Alpha”-Flagge droppen darf, sahen viele nicht ein. Ssynic selbst meldete sich ebenfalls zu Wort, nannte Kollegah einen “Verräter” und bezichtigt ihn der Sabotage. Via Instagram schrieb er folgendes nieder: “Der Blick wenn dich zwei große Künstler persönlich enttäuschen, ein Überboss keinen Überblick hat und ein ignoranter Denunziant dein Battle sabotiert, nachdem er dich drei Monate vorher noch gefeiert hat …”

Passend dazu hinterließ Ssynic die Hashtags: “Ob ihr behindert seid hab ich gefragt” und “Ich verstehe die Frage nicht”. Meidi, der den Wettbewerb gewonnen hatte, teilte sein 10.000 Euro starkes Preisgeld gerecht mit seinem Kollegen und freute sich über seinen Sieg und die anstehenden Aufnahmen.

Kollegah meldet sich zu Wort
Der Boss höchstpersönlich möchte sich solche Unterstellungen natürlich nicht gefallen lassen und meldete sich bei seinen Fans zu Wort, welchen er ein neues Video auf YouTube präsentierte und via Instagram für jenen Clip Werbung machte. Felix Blume, so der bürgerliche Name des Künstlers, erklärte sich wie folgt: “Es geht mir nicht um die Kohle oder darum, irgendjemanden abzuziehen. Und genau so ist es beim ‘Alpha Royale Battle’ auch gewesen. Überlegst du dir das mal? […] Es gibt keine Verlierer außer mich. Da könnt ihr Schiebung sagen, wie ihr wollt. Eine Entscheidung im Battle-Finale ist immer subjektiv und ich habe das von Anfang an als Event kommuniziert, bei welchem der Gewinner am Ende einen Record-Deal bekommt, ein Album rausbringen kann und in den dann noch weiter investiert wird. […] Es hätte auch genauso gut Ssynic sein können”, sagte Kollegah und legte im Anschluss die Karten auf den Tisch. Statt demnach einmal nur für Aufsehen sorgen zu wollen, feiert der “Alpha Music Empire”-Boss selbst die Battle-Szene in Deutschland und wollte Newcomern einfach nur helfen. “Weder mit Ssynic noch mit Meidi - damit verdiene ich keinen Cent. Das sind doch keine kommerziellen Rapper. Das ist Underground-Rap, Street-Rap. Das bringst du nicht raus, wenn du den nächsten Euro machen willst. Alle meine Künstler sind so. Ich wähle die Künstler nicht danach aus, ob sie in Shishabars funktionieren, sondern ob ich was in ihnen menschlich sehe, in erster Linie. […] Traurig wie es gelaufen ist, am Ende. So eine Entscheidung ist subjektiv. Ssynic hat ja gar kein Bock auf mich. Es ging nicht darum, wer im Finale den besseren Text hatte. Ssynic hat eine brutale Leistung gehabt und ich hab auch nichts persönlich gegen diesen Menschen. Ich verstehe auch gar nicht, woher sein Hate kommt. Ich habe ihn sogar vor ein paar Jahren auf meine Tour eingeladen, er hat ein Battle gemacht und ich war eigentlich cool mit ihm. Aber ich wurde von Anfang an von ihm als großer Abzocker gesehen.”

Was Kollegah sonst noch zu sagen hat und wie er sich in Zukunft verhalten wird, kannst Du Dir ab Minute 18 noch einmal selbst anschauen: