Obwohl der US-Musiker aktuell des sexuellen Missbrauchs in gleich zehn Fällen angeklagt ist und auf seinen Prozess wartet, nahm er einen Auftritt in Springfield, Illinois an und bat die Presse, “nett mit ihm umzugehen”.

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Credit: Nuccio DiNuzzo / GettyImages

Geht’s noch?!
R’n’B-Sänger R. Kelly wartet seit der Anklage wegen sexuellen Missbrauchs in gleich zehn Fällen auf seinen eigentlichen Prozess und die Urteilsverkündung. Auch steckt er wegen nicht gezahlten Unterhaltsforderungen in Schwierigkeiten und versucht sich aktuell irgendwie finanziell über Wasser halten zu können. Das zumindest kann man sich denken, wirft man einen Blick auf seine Aktivitäten am vergangenen Wochenende: In der Dirty South Lounge in Springfield, Illinois stand der “I Believe I Can Fly”-Interpret ab 1.30 Uhr für gerade einmal 28 Sekunden auf der Bühne und sang eine Zeile eines alten Tracks, bevor er mit seinen Fans Selfies schoss und sich mit allen 35 Minuten lang unterhielt.

Laut dem lokalen TV-Sender “WICS/WRSP” kassierte R. Kelly für jenes Set ebenfalls ordentlich ab und bat seine Supporter zur Kasse: Zwischen 50 und 100 Dollar - in etwa 44 und 88 Euro - soll ein jeder Konzertbesucher hingeblättert haben und am Ende enttäuscht gewesen sein, während der Musiker selbst mit Zigarren durch den Club ging und sich einen Drink nach dem anderen gönnte.

Jammert im Netz
Dass R. Kelly selbst vor dem eigentlichen Auftritt die Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte, haben seine 1,3 Millionen Follower auf Instagram bereits verstanden - schließlich erklärte sich der 52-Jährige zuvor in einem Video: “Ich habe heute Abend ein Event in Springfield, Illinois und bitte die Medien, mich zu verschonen. Das mache ich aktuell, um Geld zu verdienen. Also werde ich dieses Event durchziehen, es ist eine Party, also werdet ihr mich in einem Club mit ein paar Drinks in meiner Hand sehen - ich werde mich entspannen. Bitte, seid nicht zu hart mit mir. Ich schätze es”, sagte der Musiker und wurde von der Instagram-Gemeinde angefeindet.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Wann der US-Amerikaner seine gerechte Strafe bekommt, steht derweil noch in den Sternen.