Nachdem Justin Biebers Musikvideo zu “I’ll Show You” in Island gedreht worden war und die Fjaðrárgljúfur-Schlucht in den Vordergrund rückt, musste die Umweltagentur eingreifen und unzähligen Beliebern den Zutritt zum Canyon verbieten.

Justin Bieber

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Canyon als Schauplatz
Unsere gefeierten Superstars jetten nicht nur in ihren eigenen Flugzeugen um die Welt, können Millionen von Fans am laufenden Band bespaßen und haben keine Wünsche, welchen ihnen nicht von den Augen abgelesen werden, sie setzen auch Trends und sind das Maß aller Dinge. Doch was passiert, wenn gerade solch eine gehypte Person ein Musikvideo dreht und die Schönheit der Natur in den Vordergrund stellen möchte? Genau, der eigentliche Schauplatz wird zum Magneten von Touristen und durch Menschenmassen schon fast zerstört. Exakt dieses Beispiel ist dennoch nicht selten und der Grund dafür, dass Justin Bieber aktuell mit seinem Video zu “I’ll Show You” indirekt negative Schlagzeilen schreibt:

Umweltschützer schlagen Alarm
Seit dem 02. November 2015 haben sich fast 442 Millionen Menschen den Clip zur Single “I’ll Show You” angesehen, welcher von Rory Kramer gedreht worden war und Justin Bieber auf Reisen featured. Das Lied wurde von Skrillex & BLOOD produziert, der Kanadier selbst schrieb die Lyrics und jettete mit seinem Team zur Fjaðrárgljúfur-Schlucht nach Island. Dort angekommen nahm er unglaubliche Aufnahmen der Umgebung auf, schwamm im eiskalten Wasser eines Gletschers oder schaute sich einfach nur die Umwelt an. Das klingt erst einmal nicht schädlich und rief unzählige Belieber auf den Plan, welche das Musikvideo allesamt nachstellen wollten und nun dafür sorgten, dass sich die Umweltagentur einschalten und den Weg zum Canyon absperren musste.

Während im Jahr 2016 bereits unglaubliche 160.000 Touristen die zwei Kilometer lange Schlucht entlang spaziert waren, Bilder und Videos aufnahmen und ihren Müll hinterließen, soll sich die Besucherzahl zwölf Monate später verdoppelt haben. Und auch in der darauffolgenden Zeit nahm die Zahl nicht ab. “Die Vegetation kann im Frühling und im frühen Sommer nachwachsen, wodurch sich die Bedingungen für den Sommer deutlich verbessern werden”, erklärte Daníel Freyr Jónsson von der isländischen Umweltagentur laut “ETH” und fügte hinzu, dass der Pfad zum Fjaðrárgljúfur-Canyon im Süden der Insel bis Juni 2019 gesperrt sein würde.