Statt wie immer gegen den Berliner zu sticheln, hat sich Farid Bang mittlerweile im Griff und via Instagram-Story erklärt, dass sie endlich Frieden geschlossen haben.

Sido And Savas Perform In Berlin

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Beef im Game
Dass es im Rap-Business immer mal wieder zu Streitigkeiten kommt, ist nichts Neues mehr. Es hagelt Diss-Tracks, man posaunt große Geheimnisse des jeweils anderen Lagers heraus und manchmal kommt es selbst zu richtigen Konfrontationen mit mehr als nur einem verbalen Schlagabtausch. Doch nicht nur die US-amerikanischen Rapper drehen ab und zu mal ab, auch im deutschen Game gibt es Streitigkeiten, welche zumeist jahrelang anhalten und musikalisch verarbeitet werden. Farid Bang zum Beispiel stichelte immer wieder gegen seinen Berliner Kollegen Sido, hing dessen Pläne für ein Kollaborationsalbum mit Kool Savas an die große Glocke und disste ihn schließlich in seinem Track Banger Imperium von Kumpel Majoe. Wortwörtlich ließ der Düsseldorfer folgende Lines ab: Und Sido, solltest du mir noch einmal sagen, ich sei ein behinderter Typ / Vergewaltige ich deine kleine Sis oder werd' deine Kinder entführ’n.

Der ehemalige Rapper von Aggro-Berlin ist auf den Diss seither nicht eingegangen und nahm Farid Bang stattdessen in Schutz: Nachdem dieser wegen antisemitischer und homophober Texte bei den ECHO-Awards für einen großen Aufstand gesorgt hatte, soll Sido gegenüber der Rheinischen Post gesagt haben: Keiner von denen will einem Auschwitz-Opfer zu nahe treten. Das war ein blöder Witz. Bei einem Komiker hätte es wahrscheinlich keine Debatte gegeben. Aber bei einem Rapper passt es in das Bild des Skandal-Musikers.

Farid Bang hat sich von der Loyalität und Bescheidenheit des Familienvaters scheinbar etwas abgeschaut und konnte das Kriegsbeil endlich begraben. Bei einer Frage-Antwort-Runde auf Instagram sagte er aus, dass sie ihre Probleme aus der Welt geschafft hätten und er ihm nur das Beste wünschen würde. Ob es eine richtige Aussprache gab oder der Sturmmaske auf-Rapper einfach nicht mehr auf Konfrontationskurs ist, wurde unterdes nicht näher erläutert. Sido selbst hat sich zu dem Thema schon vor einer Weile zu Wort gemeldet und gegenüber OST Boys gestanden, dass er sich nicht versöhnen würde. Dass man einfach nicht mehr darüber spricht, das könnte ich mir vorstellen.

Ab Minute 5:50 kannst Du Dir das Interview noch einmal reinziehen: