Nachdem acht Jahre alte homophobe Tweets von Kevin Hart erneut and Tageslicht kamen, wurde ihm die Moderation der Oscar-Verleihung 2019 wieder entzogen. Rapper Snoop Dogg kann die ganze Aufregung nicht verstehen und steht zum Comedian.

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Credit: Michael Tran Archive / GettyImages

Aufruhe vor den Oscars
Dass sich nicht jeder mit den Nominierungen von Award-Shows auseinandersetzen will oder kann und eine andere Meinung hat, ist nichts Neues mehr - schließlich kann man es nicht jedem recht machen. Dass der engagierte Moderator von allen Seiten angefeindet wird, gab es dennoch noch nicht. Kevin Hart, seines Zeichens ein 39-jähriger Comedian und Schauspieler, muss sich damit aktuell beschäftigen, nachdem ihm die Moderation der Oscar-Verleihung 2019 wieder entzogen und er für acht Jahre alte homophobe Tweets gemobbt wurde.

Laut dem Jumanji: Willkommen im Dschungel-Darsteller hätte er sich für jene abgesendete Nachrichten öffentlich entschuldigen sollen, sollte er dennoch durch Verleihung führen wollen. Hart selbst lehnte dieses Angebot ab und erklärte: Ich habe die Entscheidung getroffen, von der Moderation der diesjährigen Oscars zurückzutreten. Der Grund dafür ist, dass ich in einer Nacht, in der so viele erstaunlich talentierte Künstler gefeiert werden sollen, keine Ablenkung darstellen möchte. Ich entschuldige mich aufrichtig bei der LGBTQ-Community für meine unsensiblen Worte aus meiner Vergangenheit. […] Es tut mir leid, dass ich Menschen verletzt habe. Ich entwickle mich weiter und möchte dies auch in Zukunft tun. Mein Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und sie nicht zu entzweien. Ich schicke meine Liebe und Anerkennung an die Academy. Ich hoffe, wir können uns wiedersehen.

Snoop steht ihm bei
Dass Kevin Hart von diversen Musiker/innen und Schauspieler/innen für jene Tweets angefeindet wurde, können nicht alle Promis verstehen. Rapper Snoop Dogg zum Beispiel steht hinter dem 1,63 Meter kleinen Comedian und veröffentliche sein eigenes Video auf Instagram, in dem er erklärte: Lass dich nicht aufhalten, das ist sowieso nicht unsere Art Scheiße. Oscars? Wirklich? Komm, mach die BET Awards. Ihnen ist es egal. Du bist ein Komiker, der Witze macht.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Mit solch einem Statement hat sich der Doggfather nicht wirklich für die LGBTQ-Community eingesetzt, sondern Homophobie noch immer als Anlass für Witze ins Licht rückte, scheint ihm im Übrigen egal zu sein. Die Oscars würde der 49-Jährige im Übrigen auch nicht moderieren wollen: Sie wollen, dass ich jetzt dort hoste? Nein, ich glaube nicht. Ich habe Scheiße zu tun und ich habe viel mehr Kunden, bevor ich zu ihnen komme. […] Yo Kevin, rauch’ erstmal einen. Sag’ der Akademie, dass sie deinen Penis lutschen oder bei dem Versuch sterben soll. […] Wir lieben dich immer noch, Ni**a.