Dass die meisten seiner Lieder tatsächlich von der Liebe inspiriert wurden, bestätigte Mark Forster und gestand, dass er verschiedene Tapes für die verschiedensten Situationen am Start habe und seine Herzdamen stets beeindrucken wollte.

 Mark Forster arrives for the GQ Men of the year Award 2017

Credit: Isa Foltin / GettyImages

Erfolgreich dank Liebeskummer?
Mark Forster hat in seiner Karriere bereits über 4,5 Millionen Tonträger an den Fan bringen können und in der Vergangenheit Lieder wie “Au revoir”, “Stimme”, “Sowieso” und “Chöre” gedroppt, welche allesamt mit Goldenen oder Silber Schallplatten ausgestattet wurden und ein voller Erfolg waren. Gegenüber der “Cosmopolitan” sprach der aus Kaiserslautern stammende Interpret über die Entstehungsprozesse und gestand: “Die meisten Musiker schreiben Songs entweder aus einer Melancholie heraus oder um Girls zu beeindrucken. Ich bin melancholisch, aber nach außen hin lieber froh, weil ich das Gefühl habe, dass es dann auch wieder froh aus der Welt zurückkommt.”

Doch wie kam Forster bei den Mädels an und hatte er einen speziellen Trick benutzt, um seine Herzdamen für sich zu gewinnen? Auch diese Fragen wurden dem “The Voice of Germany”-Juror gestellt, welche er beantwortete und erklärte, dass er zum damaligen Zeitpunkt eine klassische Musikkassette zusammengestellt und überreicht hatte. “Welche Songs drauf waren, hing davon ab, ob es ein Abschieds-, Überzeugungs- oder ein Instandhaltungstape war. Es gab verschiedene Stapel. Am größten war dabei der Überzeugungsstapel. Und mein geheimer Liebeskummerstapel …”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Wollte Pfarrer werden
Dass Mark schon damals nicht wusste, ob er mit den Kassetten das Richtige getan hatte, fügte er im Gespräch mit der “Cosmopolitan” ebenfalls hinzu und sagte aus, dass er nie wissen würde, ob er auf seinen “Bauch oder Kopf hören soll”. Gläubige Menschen hingegen hätten diese Probleme nicht, sondern würden von einer höheren Macht geleitet, “welche sie durchs Leben führt”. Doch exakt solch eine Instanz fehle dem “Au revoir”-Interpreten, wie er abschließend zugegeben hatte. Doch wie kommt es dazu - schließlich wollte Mark Cwiertnia, so sein bürgerlicher Name, eigentlich einmal Pfarrer werden. “Der einzige, der sich [bei den sonntäglichen Gottesdiensten] nicht gelangweilt hat, war der Pfarrer”, erinnerte sich der Musiker laut “Kirche-und-Leben” an seine damalige Einstellung und seine katholische Erziehung zurück. Wirklich an seinem Berufswunsch festgehalten hatte Mark Forster dennoch nicht. Stattdessen nahm er sich nach der Trennung von seiner damaligen Freundin eine Auszeit, begab sich auf eine Reise von Frankreich bis nach Santiago de Compostela und dachte auf dem Jakobsweg über sein eigenes Leben nach. “Da hat man viel Zeit zum Nachgrübeln”, fügte der mittlerweile 34-Jährige hinzu und soll bei seiner Tour mit dem Gedanken gespielt haben, seine erste LP zu schreiben. “Wenn du acht Wochen am Stück Sonntagsspaziergang machst, jeden Tag, dann kommen halt so Steinchen aus dem Bauch in den Kopf und verpuffen dann. Und wenn die Steinchen so weggeräumt sind, dann kommt man irgendwann zum Kern der Sache.”

Am Ende soll seine Debütsingle “Auf dem Weg” dabei herausgekommen sein, in welcher er seine Erfahrungen auf dem Jakobsweg verarbeitete und somit den Grundstein seiner heutigen Karriere legte.