Fast ein Jahr nach dem eigentlichen Release des Werkes teilte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien mit, dass Jung Brutal Gutaussehend 3 ab jetzt nicht mehr an Minderjährige verkauft werden darf.

Farid Bang and Kollegah perform on stage during the Echo Awards

Credit: Andreas Rentz / GettyImages

ECHO-Eklat
Nachdem sich die Deutsch-Rapper Kollegah und Farid Bang ein weiteres Mal zusammengeschlossen und ihre dritte LP der Jung Brutal Gutaussehend-Reihe droppten, wurden sie von ihren Fans gefeiert. Von August 2016 bis Oktober 2017 hatte das Duo an ihren 17 Tracks gearbeitet, diese am 1. Dezember 2017 veröffentlicht und konnten schon acht Tage vor der eigentlichen Veröffentlichung in Deutschland Goldstatus erreichen. Natürlich landete das Werk auf Anhieb auf Platz eins in der Bundesrepublik sowie den Nachbarländern Österreich und der Schweiz, wurde als Gesamtheit über 400.000 Mal als CD erstanden und sogar mit einem ECHO in der Kategorie Hip-Hop/Urban national ausgestattet. Im Anschluss wurde ihnen vorgeworfen, die Jugend mit ihren frauenfeindliche und antisemitische Texten zu manipulieren, der Eklat führte zur Abschaffung des deutschen Musikpreises.

Auf dem Index
Kollegah und Farid Bang hatten sich bereits beim ECHO bei allen entschuldigt, welche sie mit den Liedern verunsichert oder verärgert hatten und erklärten ihren Fans schließlich, dass sie dennoch ein Box-Set namens JBG3-Limited Steelbox, eine weitere Limited Edition und eine CD+DVD mit Live-Shows präsentieren und jene Produkte am 28. September 2018 auf den Markt kommen werden. An Jugendliche werden sie diesen Spaß jedoch nicht mehr verkaufen dürfen, denn: Ein zwölfköpfiges Gremium der Bundesprüfstelle in Bonn hat soeben erklärt, dass das Skandal-Album auf die Liste der jugendgefährdenden Medien gesetzt wurde. Genauere Gründe für diese verspätete Entscheidung wurden derweil nicht veröffentlicht. Lediglich heißt es in der offiziellen Pressemitteilung: Die Rechtsfolgen der Indizierung treten mit Veröffentlichung der Listenaufnahme im Bundesanzeiger AT vom 28.09.2018 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt gelten gegenüber Kinder und Jugendlichen umfangreiche Vertriebs- und Werbeverbote.

Kollegah und Farid Bang haben sich unterdes noch nicht zum Index zu Wort gemeldet.