Nachdem R.Kellys dunklen Machenschaften eines Sex-Kults ans Licht gekommen waren, nimmt er das Ruder selbst in die Hand und singt über seine Sichtweise.

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Credit: Scott Legato / GettyImages

Unglaublich ekelerregend
R. Kelly wurde lange Jahren von Millionen von Menschen gehypt, seine Lieder wurden auf diversen Love Song-Compilations veröffentlicht und gingen in die Geschichte des Genres R’n’B ein. Doch mit seinen überschlagenen 135 Millionen Euro auf dem Konto hat sich der 51-Jährige nicht einfach nur Villen, Autos und Yachten gekauft, sondern einen Sex-Kult betrieben, minderjährige Frauen missbraucht und diese zu seinen Haustieren gemacht. Auch seine Ex-Freundin - Kitti Jones - erklärte gegenüber der BBC, dass sie erst im Nachhinein verstand, was der Musiker mit allen Mädchen anstellte. Seine persönliche Assistentin Cheryl Mack gestand ebenfalls , dass ihr ehemaliger Chef ein Kontrollfreak sei und alle Frauen ihn fragen müssen, was sie essen dürfen, was sie anziehen sollen, ob sie auf die Toilette gehen dürfen und wann sie schlafen sollen. […] Kelly ist ein Meister der Gehirnwäsche und ein Puppenspieler.

Nimmt selbst Stellung
Obwohl der Fall schon mehrfach vor Gericht landete, konnte sich der I Believe I Can Fly-Interpret immer wieder herausreden und meldete sich nun erstmals selbst zu den Themen zu Wort. Auf seine eigene Art und Weise veröffentlichte R. Kelly demnach einen 19 Minuten langen Track namens I Admit (zu Deutsch: Ich gebe zu), singt über eine verdammt große Verschwörung und beschreibt sich selbst als ruinierte Legende.

Einige seiner Zeilen kannst Du Dir hier übersetzt noch einmal durchlesen: Ich gebe zu, ich bin nicht perfekt / Ich habe nie gesagt, dass ich perfekt bin / Zu sagen, ich missbrauche diese Frauen / Verdammt, das ist absurder Scheiß. Sie einer Gehirnwäsche unterzogen, wirklich? / Sie gekidnappt, wirklich? / Sie können nicht essen, wirklich? / Ehrlich gesagt, das klingt lächerlich.

R. Kelly würde sich ebenfalls nicht einen Pädophilen nennen, obwohl er im Track I Admit gesteht, es mit älteren und jüngeren Ladies zu treiben und im Anschluss gegen den Streaming-Service Spotify schießt, welcher all seine Songs aus den Playlisten verbannte hatte: Ich bin nicht verurteilt, nicht verhaftet, aber mein Name wurde durch den Schmutz gezogen.

Und während der Sänger sein eigenes Stück weiterhin feiert, haben sich andere Rapper ebenfalls zu Wort gemeldet. Questlove möchte zum Beispiel seine vergeudeten 19 Minuten zurück haben und …

Talub Kweli würde als Mann niemals solch ein Verhalten an den Tag legen und sieht das Lied nicht als Entschuldigung an.

Hier geht’s zum eigentlichen Track: