Jorja Smith überzeugte mit ihrer außergewöhnlichen Stimme schon Künstler wie Drake und Stormzy. Nun veröffentlicht die 20-Jährige am 8. Juni endlich ihr Debütalbum: “Lost & Found” vereint sanften Soul mit ihren Wurzeln aus der britischen UK-Grime-Kultur.
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Eine Karriere wie aus dem Bilderbuch
Mit einem Schulprojekt fing alles an: Die aus den West Midlands stammende Jorja Smith sampelte für ein Schulprojekt den UK-Grime-Klassiker "Sirens" von Dizzee Rascal. Politisches Statement inbegriffen - denn der Track handelt von Polizeigewalt gegenüber Dunkelhätigen. Jorja Smith hüllte all das in den Track "Blue Lights", der die damals noch unbekannte Sängerin sofort nach dem Upload auf ihrem Soundcloud Profil ins Rampenlicht katapultierte - schnell wurde Dizzee Rascal selbst auf den ungewöhnlichen Mix zwischen einfühlsamer Stimme, Grime und politischer Debatte aufmerksam und teilte den Song online. Weitere Uploads wie "Where Did I Go?", den Drake als seinen Lieblingssong betitelte, machten die damals 18-Jährige populär. Und zwar so sehr, dass die Britin mit jamaikanischen Wurzeln dieses Jahr, ohne jemals ein Debütalbum veröffentlicht zu haben, den "Brit Critics Choice Award" gewann. Auf Drakes Mixtape "More Life" taucht Jorja im Track "Get Together" auf und liefert die perfekten Vocals. 

Mittlerweile bereist die 20-Jährige die Welt, tourt und arbeitet mit vielen internationalen Künstlern zusammen. Durch ihr Storytelling und ihre bombastische Stimme wurde Jorja Smith als neue Lauryn Hill betitelt. 

Lost & Found
Zwölf Songs und 46 Minuten stark ist das heißersehnte Debütalbum der Schönheit. Eine jazzige, warme Stimme, die in allen Höhen und Tiefen schwingt und von chilligen Hip-Hop-Beats und jeder Menge Soul begleitet wird. Anders als die tanzbare Hitnummer "On my Mind", eine Zusammenarbeit mit UK Produzent Preditah, überzeugt "Lost & Found" eher mit ruhigeren, tiefergehenden Titeln. Der Sound der Künstlerin ist auf jeden Fall einzigartig. In ihrer Musik hört man Dancehall, Pop, Grime, Funk, Soul, Trap und Hip-Hop Einflüsse heraus. Ihre Liste der Künstler, die sie inspiriert reicht von Mos Def über Lauryn Hill, Amy Winehouse und Damian Marley.

Zu Hören gibt es Smiths Debüt-LP seit dem 8. Juni. Hier bekommt Ihr einen kleinen Vorgeschmack auf das Album