Nachdem Bebe Rexha mit ihren Kolleginnen Rita Ora, Charli XCX und Cardi B eine gemeinsame Single veröffentlichte, musste sie sich für die Zeilen in Girls rechtfertigen.

Bebe-Rexha.jpg

Credit: Dave Hogan / GettyImages

Sexualleben geht niemanden etwas an
Vor gut zwei Wochen brachte Rita Ora ihre neue Single Girls auf den Markt, welche in Zusammenarbeit mit Charli XCX, Cardi B und Bebe Rexha entstanden war. Der Track wurde von anderen Künstlerinnen schnell als gefährlich und herabsetzend betitelt, Hayley Kiyoko ging sogar noch einen Schritt weiter und erklärte:Ich muss keinen Wein trinken, um Frauen zu küssen - Ich habe schon mein ganzes Leben lang Frauen geliebt. Dieser Text ist gefährlich, weil es die puren Gefühle einer gesamten Gemeinschaft kleinmacht, stellte Kiyoko via Instagram klar, welche sich schon vor einiger Zeit als lesbisch outete. Immer wieder mal kommen Songs, die der LGBT-Community mehr schaden als, dass sie sie fördern. Ein Song wie dieser nährt nur den männlichen Blick und marginalisiert dabei die Vorstellung, dass Frauen Frauen lieben.

Rita Ora hat sich im Anschluss selbst zu Wort gemeldet und gesagt, dass sie sich an Katy Perrys I Kissed A Girl orientiert hatte und eigentlich nur eine Hymne für die LGBTQ-Gemeinde veröffentlichen wollte. Und auch Bebe Rexha gestand gegenüber dem Team von Entertainment Weekly, dass sie sich nicht viel dabei gedacht hatte und tatsächlich auch auf Frauen stehen würde.

Mein Sexualleben geht niemanden etwas an. Aber wir singen einen Song darüber, Mädchen zu küssen. So bin ich nun einmal. Es ist das Leben, das ich führe - ich bin eben ehrlich. […] Es wurde automatisch das Schlimmste angenommen, statt sich zu fragen, ob ich nicht vielleicht wirklich Mädchen küsse und bi bin. Ihr kennt meine sexuelle Orientierung nicht, deswegen habe ich mich nicht respektiert gefühlt. […] Ich habe Mädchen geküsst. Und ich mache es nicht aus Spaß oder so. Musst du eine ganze Lesbe sein, damit du über Küsse unter Mädchen singen darfst? Und was ist, wenn du bi bist?

Für Rexha geht es einfach nur darum, die LGBTQ-Gemeinschaft zu unterstützen und hinter der Tatsache zu stehen, dass du lieben kannst, wen du willst, und sich alles verändern kann und nicht verurteilend ist.