Star-DJ Felix Jaehn sprach erstmals öffentlich über seine sexuelle Orientierung und gestand, dass er sich nicht nur zu Frauen hingezogen fühlt.
 
Felix Jaehn @bigFM

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Erste Erfolge
Mit seinem "Cheerleader"-Remix von Omi schaffte es Felix Jaehn im Jahr 2014 in 20 Ländern, darunter Australien, Kanada, Mexiko, Amerika und Deutschland, an die Spitze der Charts und wurde mit einer Diamant-Schallplatte in Frankreich und siebenfachem Platin in Schweden ausgestattet. Im Anschluss konnte der gebürtige Hamburger auch weitere Hits veröffentlichen und machte sich einen Namen im Musikbusiness.

Bestätigt Bisexualität
Als international erfolgreicher DJ und Produzent tourt Felix in der Weltgeschichte herum und plaudert gerne über seine Lieder, sein Privatleben und das Thema Liebe ließ er bislang jedoch immer außen vor. “In Interviews habe ich diesen Bereich so weit wie möglich gemieden, bin also allen Fragen nach einer Freundin oder meinem Frauentyp ausgewichen”, gestand der 23-Jährige im Gespräch mit “Zeit”-Journalist Christoph Dallach und fügte hinzu, dass dies auch einen ganz bestimmten Grund habe: Er sei in einem kleinen Dorf an der Ostsee aufgewachsen und wurde von den Meinungen aller Einwohner beeinflusst. “Dort bekam ich als Kind vorgelebt, dass es nicht normal sei, sich als Junge in Jungs zu verlieben”, reflektierte Jaehn die ersten Jahre seines Lebens und sagte im Anschluss, dass er sich schon damals zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlte und von der Außenwelt verunsichert wurde.

“Ich dachte immer, dass ich eines Morgens aufwache und mir ganz klar darüber bin, was ich eigentlich will. Aber das war bisher noch nicht der Fall. Mal war ich eher an Mädchen interessiert, mal eher an Jungs.”

 

 

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Innerer Konflikt
Mit seinen Brüdern habe der “Bonfire”-Produzent schließlich über seine Gefühle gesprochen, welche super reagiert und bei ihm einen “Knoten gelöst” hatten. Den ganzen Druck von den Schultern genommen haben ihm am Ende die Gespräche mit seinen Eltern und besten Freunden und die Arbeiten an seinem gerade erst erschienenen Debütalbum “I”. Das Werk, welches am Freitag, den 16. Februar 2018 auf den Markt kam, thematisiert seine damaligen inneren Konflikte und beschreibt im Song “Don’t Say Love” feat. ROTHCHILD$ unter anderem seine Gedankengänge vor seinem Outing.

“Ich habe Angst vor dem, was ich fühle (sag nicht Liebe) / Du bist bereit, doch bin ich bereit?”

“[Meine sexuelle Orientierung] ließ mich immer wieder vor festen Beziehungen zurückschrecken”, gestand Felix Jaehn im “Zeit”-Interview abschließend und fügte hinzu, dass er seit all diesen Gesprächen davon träumt, “den Menschen zu finden, mit dem ich mein Leben teilen möchte, egal, ob Mann oder Frau”. Seinen Fans möchte er ebenfalls Mut machen und hofft darauf, dass sich jeder öffnen und seine eigenen Vorlieben ausleben kann.