Tupac Shakur wurde vor über 20 Jahren in Las Vegas erschossen. Doch der Täter ist noch immer nicht gefasst. Jedes Jahr kommen neue Theorien und scheinbare Wahrheiten ans Licht und auch in 2018 soll eine neue Doku-Serie das Mysterium ein weiteres Mal beleuchten, unveröffentlichtes Videomaterial und einen Tatzeugen präsentieren. Wird sein Mord endlich aufgeklärt?
 
Tupac Shakur
Credit: Steve Granitz / GettyImages

Premiere im Februar
Immer wieder kommen neue Details zum Mord an Rapper Tupac Shakur an die Oberfläche. Die Doku-Serie „Death Row Chronicles“, die sich mit der Geschichte der Plattenfirma Death Row Records beschäftigt, soll neues Licht ins Dunkel bringen. Laut Billboard soll sogar ein Zeuge auftreten, der die Tat mit angesehen haben soll. Außerdem soll bislang unveröffentlichtes Videomaterial der Plattenfirma gezeigt werden.
 
Die ersten beiden Folgen der sechsteiligen Doku-Serie werden am 20. Februar auf dem US-amerikanischen Fernsehsender BET zu sehen sein. Die einzelnen Teile bestehen aus Interviews, nachgestellten Szenen sowie Archivmaterial. Befragt werden Künstler wie Kurupt, Michel`le und andere Insider, die eng mit dem Label zusammengearbeitet haben.  

Ein Mordfall, viele Theorien
Die Serie „Death Row Chronicles“ ist nicht die erste, die das Verbrechen an dem damals 25-Jährigen thematisiert. Zu kaum einem Mordfall gibt es so viele Publikationen wie dem des Rappers, der am 7. September 1996 in Las Vegas erschossen wurde. Nachdem Tupac an dem Tag zusammen mit Suge Knight, dem Chef seiner Plattenfirma, das MGM Grand Hotel verließ und ins Auto stieg, fielen kurze Zeit später Schüsse. Shakur wurde von mehreren Kugeln getroffen. Knight, der am Steuer des Wagens saß, wurde ebenfalls angeschossen. Während Tupac sechs Tage nach der Schießerei seinen Verletzungen erlag, erholte sich Knight von seinem Streifschuss.
 
Der Mordfall wurde bis heute nicht aufgeklärt, weshalb verschiedene Verschwörungstheorien entwickelt wurden. Wie bei anderen prominenten Todesopfern existiert auch die Theorie, dass Shakur seinen Tod nur vorgetäuscht habe. Angeheizt wurde dieses Gerücht von seinem ehemaligen Chef Suge Knight, der in einem Interview 2012 gesagt haben soll „Nobody has seen Tupac dead“ (zu deutsch: „Niemand hat Tupac tot gesehen“).

Aufstieg und Fall des Labels Death Row Records
Die restlichen vier Folgen von „Death Row Chronicles“ konzentrieren sich hauptsächlich auf den Aufstieg und den Fall der Plattenfirma und dessen Boss Suge Knight. Der ehemalige Footballspieler hatte die Firma 1991 zusammen mit Dr. Dre gegründet und mit Künstlern wie Tupac und Snoop Dog insgesamt über 600 Millionen Euro erwirtschaftet. Er war einst einer der mächtigsten Männer in der Rap-Industrie und bekannt dafür sein Unternehmen mit eiserner Faust zu managen. Nach dem Tod von Tupac verließen allerdings immer mehr Künstler sein Label. 2006 meldete die Firma Insolvenz an. 2015 ging es dann sogar soweit, dass Suge Knight Fahrerflucht begangen haben soll. Aktuell muss er nach einer Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes weiter im Gefängnis bleiben, eine 22-Millionen-Euro-Kaution konnte er nicht bezahlen.