Direkt nach dem gemeinsamen Weihnachtsfest auf Barbados wurde Rihannas 21 Jahre alter Cousin Tavon Kaiseen Alleyne erschossen. Bei der Beerdigung ihres geliebten Familienmitglieds erschien die Sängerin ganz in weiß.
 
Rihanna
Credit: Dimitrios Kambouris / GettyImages

Der Engel bringt weiße Blumen
Rihannas Cousin, der im letzten Monat Opfer eines Mordes geworden war, wurde am Dienstag, den 9. Januar in seiner Heimat Barbados beigesetzt. Die Musikerin und ihre Familie hatten sich an ihrem Geburtsort versammelt, um Tavon Alleyne die letzte Ehre zu erweisen. Die meisten Gäste kamen wie üblich in schwarz, doch Riri und einige andere Familienmitglieder und Freunde waren in weiß gekleidet. Die 29-Jährige trug ein langes weißes Kleid, weiße Sneakers und eine weiße Sonnenbrille.

Nach dem Gottesdienst in der St. George Parish Kirche, die nicht weit von der Stelle liegt, an der Tavon erschossen wurde, legten die Anwesenden Blumen auf das Grab des jungen Mannes. Rihanna, welche die ganze Zeit über weinte, hatte ein weißes gestecktes Herz mitgebracht.

Tatverdächtiger festgenommen
Tavon wurde am 26. Dezember, am sogenannten „Boxingday“, auf offener Straße erschossen. Nachdem er Weihnachten mit seiner ganzen Familie - inklusive seiner Cousine Rihanna - verbracht hatte, verließ er am Dienstag gegen 19 Uhr das Haus, um seine Freundin zu besuchen. Im Bezirk St. Michaels kam ihm ein junger Mann entgegen, welcher plötzlich eine Waffe zog und mehrere Male abdrückte. Ein Nachbar hatte die Szene mit angesehen und den Verwundeten in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Dort erlag der 21-Jährige wenig später seinen starken Verletzungen. Laut „Barbados Today“ wurde mittlerweile ein 23-Jähriger verhaftet und des Mordes angeklagt. 

„An meine liebste Cousine“
Auf Tavons Instagram-Account wird deutlich, wie nah sich Rihanna und er standen. Zu ihrem 29. Geburtstag im Februar schrieb er ihr: „Jeden Tag sind wir glücklich, dass wir dich in unserem Leben haben. Herzlichen Glückwunsch Cousine, wir lieben dich wirklich. Für mich bist du eine Quelle des Glücks und der Freude. An meine liebste Cousine, mögen all deine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen. Ich liebe dich sehr. Auf viele weitere Geburtstage!“

Öffentliche Trauer und Forderung nach Waffengesetz
Nach seinem Tod hatte die Musikerin ihre Trauer mit ihren 59 Millionen Instagram-Followern geteilt. Sie postete eine Reihe von Fotos von ihrem Cousin und schrieb: „Ruhe in Frieden Cousin ... Ich kann nicht glauben, dass es erst gestern war, dass ich dich noch in meinen Armen hielt. Ich hätte niemals gedacht, dass es das letzte Mal sein würde, dass ich die Wärme deines Körpers spüren würde!!! Ich werde dich immer lieben.“

Unter diesen Post setze Rihanna den Hashtag #endgunviolence (zu Deutsch: Beendet die Waffengewalt) und forderte damit ein Ende der andauernden Gewalt und ein schärferes Waffengesetz.

Rihannas Cousine hörte die Schüsse
Auch Tavons Schwester hatte auf Social Media ganz offen getrauert. Sie postete sogar ein Foto von sich an Tavons Krankenbett. Tanella Alleyne sagte in einem Interview: „Mein Bruder war kein Heiliger, aber das heißt nicht, dass er es verdient hat umgebracht zu werden. Er war nie auf Stress aus.“ Die 22-Jährige erzählte ebenfalls, dass es das erste Weihnachten seit langem war, das sie zusammen verbrachten. Am zweiten Weihnachtstag war sie mit ihrem Freund zu Hause gewesen, als sie plötzlich Schüsse hörte. „Ich dachte die Schüsse kamen von unseren Nachbarn. Daher rannte ich nicht nach draußen. Erst als meine Schwester mich anrief, zählte ich eins und eins zusammen. Ich sagte mir ‚das war Tavon’“, so Tanella weiter.