Sein Vater verklagte den Musiker wegen Verleumdung auf 12,3 Millionen Euro. Jetzt sprach ein Richter sein Urteil.
 
Frank Ocean

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Transphober Vater
Frank Ocean konnte direkt mit seinem Debüt-LP “CHANNEL orange” die Jury der Grammys überzeugen und sahnte in der Kategorie “Best Urban Contemporary Album” einen Preis ab. Auch konnte der US-Amerikaner mit seiner Single “No Church in the Wind” im gleichen Jahr überzeugen und kann sich seit 2013 über zwei Awards freuen. Doch nicht nur diese Tatsache macht den 29-Jährigen glücklich. Ihm wurde ebenfalls die Last von den Schultern genommen, als er seinen Fans gestand, homosexuell zu sein: “Ich war 19 Jahre alt. Er war genauso alt. Wir haben den Sommer miteinander verbracht, fast jeden Tag. Und wenn wir zusammen waren, ist die Zeit nur so dahin geglitten. Ich habe mich Hals über Kopf in ihn verliebt, doch die Geschichte hatte kein Happy End, wir hatten beide eine feste Freundin.”

Und während er den nötigen Support von seiner Anhängerschaft bekam, stand sein Vater ganz und gar nicht hinter seinem Sohn.

“Ich war sechs Jahre alt, als mein Vater unsere Trans-Kellnerin eine Schwuchtel genannt und mich aus einem Restaurant in unserer Nachbarschaft gezogen hat, weil er nicht von ihr bedient werden wollte, da sie schmutzig sei”, erklärte Frank Ocean in einem Post auf Tumblr kurz nach der LGBTI-Club-Schießerei in Orlando, Florida und sprach sein Beileid aus. Wenig später wurde er von Calvin Cooksey, so der bürgerliche Name seines Vaters, wegen Verleumdung auf 12,3 Millionen Euro verklagt und musste ihm vor Gericht erneut in die Augen blicken.

Wie "Law360" jetzt bekanntgegeben hat, hatte sich U.S. District Richter Stephen V. Wilson dem Fall angenommen und entschieden, dass Cooksey leer ausgehen würde. Franks rechtlicher Vertreter Keith G. Bremer sagte gegenüber “Pitchfork”, dass er mit seinem Mandanten gelitten hat und es ihm selbst wahnsinnig leid tun würde, dass er solch eine Klage über sich ergehen hat lassen müssen.