Tom Kaulitz
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Tom Kaulitz
"Liege im Bett & mache mir Gedanken"

Tom Kaulitz kritisiert AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

Eigentlich spricht Tom Kaulitz aktuell nur über Fußball und äußerte sich dennoch überraschend zur Politik in seiner Heimat.

Job ohne Bill

Tom Kaulitz sorgt aktuell nicht nur als Musiker für Schlagzeilen. Während der Fußball-WM steht der Tokio-Hotel-Gitarrist erstmals ohne seinen Zwillingsbruder Bill vor der Kamera und ist als Experte für MagentaTV im Einsatz. Für den gebürtigen Sachsen-Anhalter ist es ein besonderes Projekt, schließlich handelt es sich um einen seiner ersten großen TV-Jobs.

Im eigenen Podcast enthüllte Tom vor dem Startschuss der WM: "Bill und ich sind einfach so grundverschieden! Fußball ist nur eine von vielen Sachen, wo wir einfach überhaupt nicht auf einer Augenhöhe sind. Bill interessiert sich nicht für Fußball und kennt sich da null aus. Aber er freut sich wahnsinnig für mich, dass ich hier dabei sein kann – kann aber die Euphorie nicht nachempfinden."

Doch am Ende meisterte der Tokio Hotel-Gitarrist die ersten Aufgaben vor der Kamera mit Bravour:

Politisches Zeichen

Doch neben Fußball sprach Tom jetzt auch über ein Thema, das ihm persönlich am Herzen liegt: seine Heimat Sachsen-Anhalt. Obwohl die Kaulitz-Zwillinge bereits seit vielen Jahren in Los Angeles leben, haben sie den Kontakt zu ihrer Heimatregion nie verloren. Regelmäßig kehren die Brüder nach Deutschland zurück und verfolgen auch die gesellschaftlichen Entwicklungen vor Ort.

In der Talkshow "Bestbesetzung" von Johannes B. Kerner äußerte sich Tom nun zu den politischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt und zeigte sich besorgt über die aktuellen Umfragewerte der AfD. Dabei erklärte er: "Die Entwicklung in Sachsen-Anhalt finde ich natürlich kritisch und nicht schön zu sehen."

Besonders beschäftigt den Musiker, dass er bereits in jungen Jahren mit rechtsextremen Einstellungen konfrontiert wurde. Rückblickend sagte Tom: "Wir haben viel Erfahrung mit rechts gemacht, auch mit extrem rechts. Und hatten als Kinder unsere Erfahrungen." 

Schon als Jugendlicher engagierte sich der Musiker politisch und nahm an Demonstrationen teil. "Ich habe für links demonstriert, schon ganz früh und habe da so meine Rebellenphase ausgelebt", erinnerte sich der Tokio-Hotel-Star. Damals sei er auch immer wieder auf Rechtsradikale getroffen.

"Total schade und besorgniserregend."

Mit Blick auf die aktuelle politische Lage wurde Tom deutlich: "Jetzt sehen wir es politisch: Die AfD ist da extrem stark und das macht mich traurig. Es ist total schade und besorgniserregend."

Doch nicht nur die Entwicklungen in Deutschland bereiten ihm Sorgen. Auch die politische Situation in den USA, seiner Wahlheimat, beschäftigt ihn. Über Präsident Donald Trump sagte Tom: "Wir haben hier in Amerika mit Donald Trump einen Präsidenten, den wir sehr kritisch sehen. […] Ich liege abends im Bett und mache mir über solche Dinge Gedanken."

Trotz seiner klaren Haltung sieht sich Tom Kaulitz nicht als Politiker. Vielmehr wolle er seine Reichweite nutzen, um auf Themen aufmerksam zu machen. "Wir sind keine Politiker, aber wir können unseren Teil dazu beitragen, indem wir vielleicht ein bisschen vorangehen", sagte der Tokio Hotel-Star.

Doch egal ob Los Angeles, Fußball-WM oder Weltkarriere, eines habe sich für Tom nie verändert: die Verbundenheit zu seiner Heimat. Über Sachsen-Anhalt sagte er abschließend: "Hier ist Heimat, da sind unsere Wurzeln."

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