Timbaland verklagt Ex-Manager auf 15 Mio. Dollar
Produzent Timbaland fordert 15 Millionen Dollar von seinen Ex-Managern, doch in der Klage erhebt er schwere Vorwürfe gegen das frühere Team.
Produzent Timbaland fordert 15 Millionen Dollar von seinen Ex-Managern, doch in der Klage erhebt er schwere Vorwürfe gegen das frühere Team.
Timbaland, bürgerlich Timothy Mosley, hat seine ehemaligen Manager auf 15 Millionen Dollar verklagt. Der Grammy-prämierte Produzent, der unter anderem an Hits wie Justin Timberlakes “SexyBack” und Missy Elliotts “Get Ur Freak On” beteiligt war, wirft seinem früheren Management mehrere Verstöße vor. In der 75-seitigen Klageschrift werden unter anderem Verletzungen der Treuepflicht, Betrug beziehungsweise das Verschweigen finanzieller Vorgänge, Vertragsbruch und zivilrechtlicher Diebstahl genannt. Timbaland gibt an, durch die Vorgänge einen Schaden von mehr als 15 Millionen Dollar erlitten zu haben. Zudem fordert er ein Geschworenenverfahren.
Die Klage wurde am letzten Freitag im Oktober 2026 beim Superior Court des Los Angeles County eingereicht. Darin geht es insbesondere um Gary Marella und den Businessmanager Bruce Seckendorf. Beide sollen 2016 die finanziellen Angelegenheiten des Musikers übernommen haben, nachdem Timbaland laut Klageschrift bei seinem vorherigen Management angebliches Fehlverhalten entdeckt hatte. Besonders brisant ist der Vorwurf, dass innerhalb von fünf Monaten beinahe 900.000 Dollar an das eigene Team und Anwälte geflossen sein sollen. Gleichzeitig seien laut Klage zwölf Monate lang keine Hypothekenzahlungen geleistet worden. Timbaland soll davon erst durch eine Mitteilung über eine drohende Zwangsvollstreckung erfahren haben.
In der Klage werden weitere konkrete Vorwürfe gegen Marella aufgeführt. Demnach soll er beim Verkauf von Timbalands Musikkatalog an Hipgnosis im Jahr 2019 zusätzlich 775.000 Dollar über seine vereinbarte zehnprozentige Provision hinaus erhalten haben. Außerdem soll er bei zwei separaten Zahlungen in Höhe von jeweils fünf Millionen Dollar aus dem “Verzuz”-Geschäft insgesamt 500.000 Dollar mehr erhalten haben, als ihm laut Timbalands Darstellung zugestanden hätten.
Auch bei den Steuerzahlungen soll es Probleme gegeben haben. Bundessteuern seien demnach verspätet bezahlt worden, wodurch laut Klageschrift Millionen Dollar an Strafzahlungen und Zinsen angefallen seien. Zu guter Letzt geht es ebenfalls um nicht offengelegte American Express-Kreditkarten, die laut Timbaland für persönliche Ausgaben wie Lebensmittel, kosmetische medizinische Behandlungen und Familienurlaube genutzt worden sein sollen. Und sein Ex-Manager? Der weist die Vorwürfe entschieden zurück. Er bestreitet die Anschuldigungen und erklärte, Timbaland sei bereits 2017 finanziell angeschlagen und verschuldet gewesen. Gleichzeitig verweist Marella darauf, dass er und sein Team über einen Zeitraum von rund neun Jahren Geschäfte im Wert von etwa 75 Millionen Dollar für den Produzenten generiert hätten und dem Produzent sei Bewusst gewesen, dass eine Gebühr in Höhe von 15 Prozent erhoben worden war ...
In einer Stellungnahme gegenüber The Hollywood Reporter erklärte Marella abschließend: "Leider versucht Tim, [wie der Produzent mit bürgerlichem Namen heißt], die Verantwortung für seine eigenen Mehrausgaben und finanziellen Entscheidungen wieder auf jemand anderen abzuwälzen, so wie er es getan hat, bevor wir ihn gemanagt haben."
Damit stehen sich zwei deutlich unterschiedliche Darstellungen gegenüber. Timbaland wirft seinen ehemaligen Managern vor, ihre Position und den Zugriff auf seine Finanzen zu seinem Nachteil genutzt zu haben. Marella bestreitet dies und macht stattdessen Timbalands eigene finanzielle Entscheidungen für dessen Probleme mitverantwortlich. Welche Darstellung vor Gericht Bestand hat, muss das weitere Verfahren klären.
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