Tupac Shakur
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Tupac Shakur
"Haltet mich da raus!"

Suge Knight will nicht im Tupac-Prozess aussagen

30 Jahre nach den Schüssen auf Tupac steht der einzige Verdächtige vor Gericht, doch Suge Knight will nicht als Zeuge aussagen ...

Verhaftung 27 Jahre nach Tod

Den Boxkampf von Mike Tyson VS. Bruce Seldon hat sich Tupac Shakur am 07. September 1996 mit  Suge Knight und weiteren Freunden live im MGM Grand Hotel angesehen. Dass er nur wenige Minuten nach dem Verlassen der Halle lebensgefährlich verletzt werden würde, damit hatte der US-Rapper niemals gerechnet. Der schwarze BMW 750i, in welchem 2Pac und Knight fuhren, wurde an einer Ampel von Kugeln durchlöchert. Während sein Kollege mit dem Schrecken davongekommen war, musste Tupac mit schweren Verletzungen ins University Medical Center of Southern Nevada eingeliefert und sechs Tage später für tot erklärt werden.

27 Jahre hatte es gedauert, bis die Handschellen klickten und der vermeintliche Täter verhaftet worden war: Duane Keith "Keffe D" Davis, der bei der Razzia in Los Angeles festgenommen worden war, ist ein früherer Gang-Anführer und wird sich vor einer Grand Jury unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe behaupten müssen. Die Polizei kam auf Keffe D, nachdem er in Interviews darüber gesprochen hatte, dass er zum Tatzeitpunkt in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem 1996 in Las Vegas die Schüsse auf Shakur abgefeuert wurden. Allerdings soll sein Neffe, welcher 1998 selbst bei einer Schießerei ums Leben gekommen war, auf den Rapper geschossen und ihn ermordet haben.

Tupac Shakur
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Tupac Shakur

Fall landet vor Gericht

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass Tupac Shakur in Las Vegas niedergeschossen wurde. Jetzt kommt der Fall erneut vor Gericht und ausgerechnet der Mann, der in dieser Nacht neben dem erschossenen US-Rapper im Auto saß, will nichts damit zu tun haben. Marion "Suge" Knight, ehemaliger Chef von Death Row Records und bis heute der einzige noch lebende Augenzeuge des Drive-by-Attentats, weigert sich weiterhin, mit den Ermittlern oder der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Im Interview mit ABC News machte der Inhaftierte unmissverständlich klar: "Dieser Prozess hat nichts mit mir zu tun, und wenn mich jemand dort hineinzieht, wird es für die betreffende Person böse ausgehen. Das verspreche ich.“

Knight sitzt derzeit in Kalifornien eine 28-jährige Haftstrafe wegen tödlicher Fahrerflucht in Los Angeles aus dem Jahr 2015 ab. Währenddessen startet in Las Vegas der Prozess gegen Duane "Keffe D" Davis. Der ehemalige Anführer "Crips" soll seinerGang den Befehl gegeben, Tupac zu erschießen. Hintergrund soll eine vorherige Auseinandersetzung gewesen sein. Knight war in der Nacht des 7. September 1996 selbst am Tatort, fuhr mit 2Pac auf dem Beifahrersitz durch die City, als ein Cadillac neben ihnen auftauchte und Schüsse auf den BMW abgaben. Tupac wurde getroffen und starb wenige Tage später an seinen Verletzungen. Knight überlebte.

Suge Knight
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Suge Knight

Er ist keine Snitch

Schon kurz nach dem Tod seines Freundes hatte Knight laut den ABC News erklärt, dass er nicht mit der Polizei zusammenarbeiten werde. Seine Begründung damals: Er werde "nicht dafür bezahlt, Mordfälle aufzuklären". Drei Jahrzehnte später klingt seine Haltung nicht anders. "Wenn sie mich gegen meinen Willen dorthin bringen – wenn Keffe D’s Anwälte mich dorthin holen –, sieht das für ihn nicht gut aus. Wenn die Staatsanwaltschaft mich dorthin holt, sieht das für sie nicht gut aus", sagte Knight. Dann wurde er noch deutlicher: "Lasst mich da raus."

Besonders interessant: Obwohl Knight Davis offensichtlich nicht gerade freundlich gegenübersteht, will er ihn auch nicht aktiv belasten. "Meine Loyalität zu Tupac ist unerschütterlich. Meine Integrität als Mann, meine Überzeugungen, das steht nicht zur Debatte. Ich bin nicht hier, um [Davis] zu helfen, aber ich bin verdammt noch mal auch nicht hier, um ihm zu schaden." 

Keffe:

Tupac-Mörder Duane “Keefe D” Davis
picture alliance / ASSOCIATED PRESS / John Locher
Tupac-Mörder Duane “Keefe D” Davis

Für Knight ist die Entscheidung, gegen jemanden auszusagen, offenbar eine Frage der persönlichen Moral. Seine Haltung dazu fällt entsprechend drastisch aus:

"Sich tatsächlich in den Zeugenstand zu begeben und mit dem Finger auf jemanden zu zeigen ... das ist schlimmer, als eine Waffe zu nehmen und dem Mann in den Kopf zu schießen. Denn wenn man jemandem in den Kopf schießt, stirbt er einmal. Wenn man sich in den Zeugenstand stellt und jemanden verpfeift, stirbt er eine Million Tode. Ich werde nicht dafür verantwortlich sein, einen weiteren Mann für den Rest seines Lebens ins Gefängnis zu bringen. Wenn Gott vergibt, wer bin ich dann, dass ich mich für wichtiger halte als Gott und nicht vergebe? Denn das bin ich nicht."

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