Shakira
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Finanzamt muss 55 Millionen bezahlen

Shakira: Freispruch nach 8 Jahren Steuerbetrug

Shakira wurde in Spanien nach acht Jahren Steuerbetrugsstreit freigesprochen. Mehr als 55 Millionen Euro muss das spanische Finanzamt ihr jetzt zurückzahlen.

Acht Jahre Kampf

Es ist einer der größten Comebacks der Musikgeschichte, nicht nur auf der Bühne, sondern auch vor Gericht. Shakira ist nach einem jahrelangen Streit in Spanien vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen worden. Die spanische Justiz hob ein früheres Urteil gegen die Sängerin auf und ordnete an, dass das Finanzamt mehr als 60 Millionen Euro, also über 70 Millionen Dollar, an die Kolumbianerin zurückzahlen muss, inklusive Zinsen und Prozesskosten

Der Kern des Falles: Der Richter entschied, dass die spanischen Behörden nicht nachweisen konnten, dass Shakira im Jahr 2011 mehr als 183 Tage in Spanien verbracht hatte, jene Voraussetzung, die für die Einstufung als Steuerinländerin erforderlich gewesen wäre. Die zweifache Mutter selbst hatte stets betont, dass sie nie die Absicht hatte, in Spanien steuerlich ansässig zu sein, nur weil sie damals mit Gerard Piqué in Barcelona lebte. In einem handgeschriebenen Brief an die spanische Zeitschrift "El Mundo" schrieb sie im September 2024:

"Es entpuppte sich als Falle. Eine Person, die ihre Zeit damit verbringt, die Welt zu bereisen, kann nicht die Absicht haben, an einem Ort steuerlich ansässig zu sein, nur weil die Person, mit der sie gerade in einer Beziehung ist, dort lebt."

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Freispruch

Shakira hatte im Jahr 2023 vor Gericht mit einem leisen "Ja" zugegeben, ihr Einkommen nicht sachgemäß versteuert zu haben, und war zu drei Jahren Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 7,3 Millionen Euro verurteilt worden. Doch sie betonte stets, dass ihr "Ja" kein Schuldeingeständnis war, sondern eine Entscheidung zum Schutz ihrer Söhne Milan und Sasha sei. Und Jahre später scheint der Fall vom Tisch zu sein. Gegenüber TMZ feierte Shakira nach all der Zeit vor Gericht den Freispruch mit einem klaren Statement:

"Nach mehr als acht Jahren, in denen ich brutale öffentliche Anfeindungen, orchestrierte Kampagnen zur Zerstörung meines Rufs und schlaflose Nächte ertragen musste, die letztlich meine Gesundheit sowie das Wohlergehen meiner Familie beeinträchtigten, hat der Nationale Gerichtshof nun endlich für Klarheit gesorgt. […] Niemals war ein Betrug im Spiel."

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Finanzamt muss 55 Mio bezahlen

Ihr Anwalt, José Luis Prada, fügte hinzu: "[Der Sieg] ist das Ergebnis einer achtjährigen Tortur, die unerträgliche Folgen hatte und einen Mangel an Sorgfalt in der Verwaltungspraxis offenbart."

Ob es das Ende ist? Die Steuerbehörde plant laut PageSix beim Obersten Gerichtshof Berufung einzulegen und Shakira erst nach dem endgültigen Urteil zu bezahlen ... Doch wie kam das Gericht auf die Summe 55 Millionen Euro? Zum Verständnis lohnt ein Blick zurück: Im November 2023 räumte Shakira in einer außergerichtlichen Einigung vor dem Landgericht Barcelona eine Steuerhinterziehung von 14,5 Millionen Euro in den Jahren 2012 bis 2014 ein. Sie hatte alle Steuern plus Zinsen in Höhe von 17,2 Millionen Euro bereits nachgezahlt und akzeptierte zusätzlich eine Geldstrafe von 7,3 Millionen Euro sowie weitere 432.000 Euro für die umgewandelte Haftstrafe. Macht insgesamt rund 25 Millionen Euro, die sie damals überwiesen hatte. Die 55 Millionen Euro, die sie jetzt zurückbekommt, erklären sich aus der Rückerstattung der Strafe, der nachgezahlten Steuern sowie aufgelaufenen Zinsen über mehrere Jahre, denn das Gericht entschied: Sie hätte nie verurteilt werden dürfen.

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