Rapper Nimo VS Drogen: "Ich darf nicht sterben"
Deutsch-Rapper Nimo spricht offen über seine Drogensucht und erklärt, warum er heute für sein Leben kämpft.
Deutsch-Rapper Nimo spricht offen über seine Drogensucht und erklärt, warum er heute für sein Leben kämpft.
Nimo zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Mit Hits wie "Heute mit mir", "Kein Schlaf" und "Lila" eroberte er die Charts und baute sich eine riesige Fanbase auf. Doch hinter dem Erfolg verbarg sich lange ein dunkles Kapitel, über das der Musiker inzwischen offen spricht: seine schwere Drogensucht.
Im exklusiven bigFM-Interview mit Reece blickte er auf bewegte Jahre zurück und sprach so selten wie nie über sein Privatleben, seine inneren Kämpfe und die Schattenseiten des Erfolgs. Seine Fans hätten ihn durch dunkle Zeiten begleitet und ihm den Rücken gestärkt, selbst dann, wenn er sich auf Instagram und Co. eher zurückgezogen hatte.
"Es ist schwierig die Mitte zu finden. Nun, es ist sehr sehr sehr schwierig, dass alles zu verstehen. Ich erkläre das jetzt mal für alle, die mich nicht verstehen: Keiner stellt dich darauf ein, von heute auf morgen erfolgreich zu sein. Hunderte Follower zu haben. Keiner stellt dich darauf ein, von heute auf morgen von jedem geliebt zu werden oder Geld auf deinem Konto zu haben. Und wie viel Geld davon dir gehört - keiner stellt dich darauf ein. Dass, wenn du 100.000 bekommst, sie nicht deine sind. Das von diesen 100k erst einmal 40k weg sind und von diesen 60k die du hast, musst du auch noch einmal … keiner stellt dich drauf ein. Somit musste ich mehrere Mitten gleichzeitig finden - als Mensch, als Heranwachsenden […] Ich verstehe erst heute mein Business", erklärte Nimo.
Der Erfolg brachte den Rapper immer wieder an seine Grenzen. Zeitweise dachte er sogar darüber nach, seine Karriere komplett an den Nagel zu hängen.
Inzwischen hat der Rapper den Substanzen den Kampf angesagt. Nimo gilt heute als clean und spricht regelmäßig darüber, wie wichtig ihm seine Gesundheit und seine Zukunft geworden sind. Wie ernst die Situation für ihn gewesen sein muss, machte er Anfang Juni 2026 in einem emotionalen TikTok-Livestream deutlich. Dort sprach er offen über seine Motivation, nicht wieder in alte Muster zurückzufallen. Vor allem Haftbefehl, der mit seiner Dokumentation viral gegangen war, soll ihn aufgeweckt haben.
"Ich war in der letzten Zeit in so einer Phase, in der ich noch nie war. Gleichzeitig habe ich meinen großen Bruder, mein Idol, mein Vorbild Aykut gesehen. Die Doku kam raus und irgendwie ist es noch schlimmer geworden. Und ich hab mir gedacht: Ich will nicht so enden, wie ich gerade endet. Ich will nicht, dass es auf diesem Weg endet. Und ich will nicht, dass die Leute irgendwann eine Nachricht bekommen: Der ist weg", so Nimo.
"Ich will nicht, dass es auf diesem Weg endet. […] Jetzt bin ich clean, seit 2 Wochen. Gott sei Dank, al hamdulillah. […] Ich mach das diesmal für meine Kinder, weil ich darf nicht sterben. Ich muss da sein, die brauchen mich. Die haben niemanden auf dieser Welt. Ich darf nicht sterben."
Mit diesen Worten machte Nimo klar, dass er heute vor allem Verantwortung für die Menschen in seinem Umfeld empfindet. Der Rapper wirkt dabei reflektierter denn je und zeigt seinen Fans eine Seite, die man im Deutschrap nur selten zu sehen bekommt.
Hinweis: Wenn du etwas googelst, erscheint neben den normalen Suchergebnissen auch eine Box mit aktuellen News. Wenn du bigFM als bevorzugte Quelle auswählst, werden dir unsere Inhalte dort künftig häufiger angezeigt. Füge bigFM hier als bevorzugte Quelle hinzu.