18 Karat
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Eilverfahren

Rapper 18 Karat nach Portugal abgeschoben

Der durch Drogenhandel straffällig gewordene Deutsch-Rapper 18 Karat ist in sein Heimatland Portugal abgeschoben worden.

Gefängnis & Hochzeit

18 Karat, bekannt für Hits wie “Roli Glitzer Glitzer”, konnte in den vergangenen Jahren ganz Deutschland zerlegen. Als Rapper mit portugiesischen Wurzeln bringt er seine Fans mit Beats und Bars zum Ausrasten. Doch sein Erfolg scheint ihm nicht genug gewesen zu sein:

Im Dezember 2022 wurde Ivo Vieira Silva, so sein bürgerlicher Name, wegen Drogenschmuggels am Landgericht Dortmund verurteilt. 18 Karat musste sich wegen der Einfuhr und des Handels von Drogen in “nicht geringfügigen Mengen” vor Gericht behaupten. Die Polizei war bei einer Razzia auf fast zwölf Kilo Marihuana, mehrere Waffen, Blanko-Impfausweise, geringe Mengen Ecstasy und Haschisch sowie zwei Heimplantagen gestoßen. Der Rapper musste nicht nur 240.000 Euro Bußgeld zahlen, sondern wurde im Dezember 2022 auch zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Während er seine Haftstrafe abgesessen hatte, durfte ihn seine Verlobte Maya in der Justizvollzugsanstalt Dortmund regelmäßig besuchen. Sie zeigte sich schließlich im Hochzeitskleid, mit Hochzeitstorte in einem Besucherraum, und nahm den Rapper zum Ehemann. Passend dazu brachte sie das erste gemeinsame Kind zur Welt:

Statement zur Abschiebung

Schon vor seiner eigentlichen Entlassung aus der Haft drohte dem Rapper die Abschiebung nach Portugal. Das zumindest berichtete die BILD-Zeitung unter Berufung auf die Ausländerbehörde Dortmund. Auf Anfrage der F.A.Z. wollte die in Nordrhein-Westfalen ansässige Stadt die Meldungen weder bestätigen noch dementieren. Aus “datenschutzrechtlichen Gründen“ und “wegen des Schutzes laufender Verfahren“ gab es im Sommer 2025 keine Auskünfte. 

Ehefrau Maya veröffentlichte unterdes via Instagram ein erstes Statement und schrieb unter anderem, dass sie nach der Geburt ihrer Tochter und der Entlassung sowieso vor hatten, auszuwandern. Dennoch würde eine Abschiebung einen faden Beigeschmack hinterlassen - schließlich könne das Ehepaar am Ende nicht zurückkehren. Vor allem die Gründe für die Abschiebung seien für Maya nicht verständlich, welche unter anderem erklärte, dass die Beamten in der JVA “bemerkt haben, dass er ein wirklich guter Mensch ist”. 

“Aber auch, dass mein Mann keine Reue auf Instagram zeigen würde. Sprich, er hätte besser ein Entschuldigungsvideo gedroht? Und so geht es weiter mit den ‘Gründen’, weshalb man für eine Abschiebung ist. Bei aller Liebe, mein Mann hat Gras verkauft - niemand will das verherrlichen, dennoch ist Grad mittlerweile LEGAL?”

Weitere Auskünfte konnte Maya zum damaligen Zeitpunkt nicht geben, ihr Anwalt würde sich um die rechtlichen Schritte kümmern. Abschließend fügte sie hinzu, dass “18 KARAT nicht schlafen” würde und er “Musik von der ganzen Welt aus produzieren” könne.

18 Karat Ehefrau Meinung zur Abschiebung
Instagram / maya_vieira_silva
18 Karat Ehefrau Meinung zur Abschiebung

Abschiebung!

18 Karat wurde mittlerweile entlassen und noch in derselben Nacht abgeschoben. Das bestätigte die Stadt Dortmund gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Am Dienstag, den 07. Juli 2026 hatte das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht im Eilverfahren grünes Licht für die Abschiebung gegeben, kurz darauf bestätigte Rechtsanwältin Lisa Grüter:

"Er konnte sich heute früh einmal bei seiner Familie melden und seine Ankunftszeit und Ankunftsort mitteilen."

Via Instagram warten Fans derweil auf eine Stellungnahme vom Rapper.

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