P. Diddy fordert Freilassung aus Gefängnis
P. Diddy geht in die Offensive: Neue Berufung, schwere Vorwürfe gegen den Richter und die Forderung nach sofortiger Freilassung.
P. Diddy geht in die Offensive: Neue Berufung, schwere Vorwürfe gegen den Richter und die Forderung nach sofortiger Freilassung.
Am 16. September 2024 wurde Sean “P. Diddy” Combs in New York City festgenommen. Dem US-Rapmogul werden unter anderem Sexhandel, organisierte Kriminalität und Sexualverbrechen vorgeworfen, über 120 Personen reichten eine Sammelklage ein - darunter ein damals neunjähriger Junge, welcher vom Rapper missbraucht worden sein soll …
Der US-Rapper und Musikmogul wurde am 3. Oktober 2025 zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten [Urteil: 50 Monate] verurteilt. Er wurde in zwei Fällen des Transports von Personen zur Ausübung von Prostitution schuldig gesprochen, während schwerwiegendere Anklagen wie Erpressung und Menschenhandel fallengelassen wurden. Das Gericht verhängte zudem eine Geldstrafe von 500.000 US-Dollar und ordnete fünf Jahre Bewährung nach der Haft an.
P. Diddy will gegen das Urteil in seinem Fall Berufung einlegen. Vor dem Gerichtsgebäude erklärte sein Anwaltsteam am 3. Oktober 2025: "Wir planen Berufung einzulegen, wir planen Berufung einzulegen. Wir glauben, dass wir eine starke Grundlage dafür haben – der wichtigste Punkt ist, dass die Jury im Fall von Nötigung zu einem Urteil kam, nämlich dass es keine Nötigung gab. Und trotzdem hat der Richter heute das Wort ‘Nötigung’ mindestens ein Dutzend Mal benutzt. […] Wir halten das für verfassungswidrig. Wir finden, dass ein Jury-Urteil mehr bedeuten sollte, als es in diesem Fall zu bedeuten scheint. Deshalb planen wir, in Berufung zu gehen.“
Sollte dieser Versuch scheitern, gibt es noch einen Plan B: eine mögliche Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump. Doch der zeigt sich skeptisch. Laut Journalist Jake Sherman sagte Trump im Oval Office, dass Diddy um eine Begnadigung gebeten habe, er sich aber unsicher sei, ob er diese gewähren würde. Grund: Während Trumps erstem Wahlkampf sei Diddy ihm gegenüber "sehr feindselig“ gewesen, auch wenn sie sich oberflächlich gut verstanden hätten ...
Wie die Sache wohl ausgehen wird? P. Diddys voraussichtliches Entlassungsdatum wurde bestätigt und ist auf den 8. Mai 2028 datiert - was etwa sechs Monate früher ist als ursprünglich geplant. Diese vorzeitige Entlassung ist auf "gutes Verhalten“ zurückzuführen ...
P. Diddy hat derweil den nächsten Coup ausgeheckt: Wie aus Unterlagen hervorgeht, die PageSix vorliegen, hat der Inhaftierte eine neue Berufung eingereicht haben. Sein Ziel? Die Aufhebung seines Urteils und die sofortige Entlassung aus der Haft.
In der Berufung erhebt Diddy gegen Richter Arun Subramanian schwere Vorwürfe, der den Prozess leitete. Laut den Dokumenten soll der Jurist sich wie ein "dreizehnter Geschworener" verhalten haben und das in dem viel beachteten Prozess wegen Menschenhandels und organisierter Kriminalität. Besonders brisant: Diddys Anwälte behaupten, die verhängte "drakonische" Haftstrafe von 50 Monaten basiere auf Anklagepunkten, von denen Combs zuvor freigesprochen worden war. Wörtlich heißt es in dem Schreiben, der Richter habe sich über das Urteil der Jury hinweggesetzt und festgestellt, Combs habe seine Freundinnen "genötigt", "ausgebeutet" und "gezwungen", Sex zu haben sowie eine kriminelle Verschwörung angeführt. Diese richterlichen Feststellungen hätten das Jury-Urteil überlagert und zur höchsten Strafe geführt, die jemals gegen einen vergleichbaren Angeklagten verhängt worden sei.
Unter dem PageSix-Beitrag heißt es unterdes:
Übersetzt erklärten User unter anderem, dass die Forderung vom inhaftierten Rapper lächerlich seien.
"Selbst aus dem Gefängnis heraus stellt er noch Forderungen. Jegliche vorgetäuschte Entschuldigung […] für seine Verbrechen, die er zuvor vorgetäuscht haben mag, sind mit diesem Berufungsverfahren völlig zunichtegemacht worden. Er übernimmt ganz offensichtlich keine Verantwortung für sein Handeln und glaubt immer noch, New York gehöre ihm. Im Gegenteil, er sollte froh sein, dass er nicht noch länger im Gefängnis bleiben muss. Die meisten Leute dachten, er würde in den meisten Anklagepunkten verurteilt und den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen."