Olivia Rodrigo: Babydoll-Kleid & Pädophilie-Kultur
Olivia Rodrigo trägt ein Babydoll-Kleid auf der Bühne und das Internet dreht durch. Die Sängerin hat die Nase voll und reagiert.
Olivia Rodrigo trägt ein Babydoll-Kleid auf der Bühne und das Internet dreht durch. Die Sängerin hat die Nase voll und reagiert.
2026 hat Olivia Rodrigo ihr musikalisches Comeback gefeiert und erste Singles aus ihrem nächsten Album veröffentlicht. Die US-Sängerin hatte sich nach "GUTS" und "SOUR" im Tonstudio eingesperrt und an ihrem nächsten Projekt gearbeitet, das am 12. Juni 2026 unter dem Titel “You Seem Pretty Sad For A Girl So In Love” erscheinen soll.
Im Interview mit der britischen Vogue gab sie bereits erste Einblicke in die Themen der neuen Songs. "Ich habe in London viel Inspiration gefunden. Ich habe während der Entstehung dieses Albums so viel Zeit hier verbracht. Viele Songs spiegeln die Londoner Atmosphäre wider und handeln von meinen Erlebnissen hier. […] Mir wurde klar, dass all meine liebsten romantischen Liebeslieder deshalb so schön sind, weil sie immer auch einen Hauch von Angst oder Sehnsucht enthalten."
Passend dazu stand Olivia beim Spotify Billions Club Live in Barcelona live auf der Bühne und performte neue Hits für alle anwesenden Fans:
Nachdem Rodrigo im Musikvideo zu ihrer neuen Single "Drop Dead" ein rosafarbenes, verspieltes Babydoll-Kleid trug und den Look auch bei ihrem Auftritt beim Spotify Billions Club Live in Barcelona trug, brach im Netz ein echter Shitstorm los. Vorwurf: Sie sexualisiere sich selbst.
Doch Olivia möchte jene Worte nicht im Raum stehen lassen, hat klar Stellung bezogen und machte dabei eine erschreckende gesellschaftliche Beobachtung.
Im New York Times Podcast "Popcast" holte Rodrigo aus: "Was wirklich verstörend ist: Ich habe das Gefühl, ich habe auf der Bühne Outfits getragen, die vielleicht freizügig waren. Ich war auf der Bühne in einem glitzernden BH, kurzen Shorts – was mein gutes Recht ist. Das macht Spaß. Ich fühlte mich cool und wohl dabei. Und das war nicht 'unangemessen', aber ich, komplett bedeckt in einem Kleid, das die Leute als kindlich bezeichnen, war 'unangemessen'. Und das zeigt einfach, wie sehr wir Pädophilie in unserer Kultur wirklich normalisieren."
Damit nicht genug: Rodrigo ging auch die gesellschaftliche Rhetorik an, mit der Mädchen aufwachsen.
Sie fügte hinzu: "Es ist einfach diese Botschaft, die uns als Mädchen von klein auf eingetrichtert wird: 'Zieh das nicht an, sonst wird ein Mann deinen Körper sexualisieren, und das ist dann deine Schuld.' Ich fand mich in dem Outfit überhaupt nicht sexy. Ich dachte: 'Das ist so cool. Ich sehe aus wie Kathleen Hanna oder Courtney Love.' Alles Leute, die meine Vorbilder sind."
Und wer zu viel Energie ins Analysieren in Olivias Bühnenoutfits steckt, verliert laut dem US-Superstar den Überblick. Im Podcast fügte die Sängerin abschließend hinzu:
"Ich glaube, wenn wir anfangen, uns so anzuziehen wie: 'Oh, ich will nicht, dass irgendein verdammter Freak denkt, dass ich sexy bin wie ein Baby' oder sowas Verrücktes ... Ich glaube, das ist einfach ein bisschen den Faden verlieren. Ich bin einfach sehr beschützend gegenüber jungen Frauen und Mädchen, und ich will einfach nie, dass ihnen diese Botschaft vermittelt wird."
Klare Worte und eine wichtige Erinnerung daran, wer hier eigentlich das Problem hat.