Mystikal: 20 Jahre Gefängnis nach Vergewaltigung
US-Rapper Mystikal ist wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Es ist nicht sein erster Sexualstraftat-Fall.
US-Rapper Mystikal ist wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Es ist nicht sein erster Sexualstraftat-Fall.
Mystikal, mit bürgerlichem Namen Michael Lawrence Tyler, zählt zu den bekanntesten Southern-Rap-Künstlern der späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Seinen Durchbruch feierte er bei Master Ps Plattenfirma No Limit Records, bevor er mit Solo-Veröffentlichungen große Erfolge erzielte.
Besonders Songs wie "Shake Ya Ass", "Danger (Been So Long)" und "Bouncin' Back (Bumpin' Me Against The Wall)" machten ihn international bekannt. Auch in Deutschland war Mystikal Anfang der 2000er-Jahre regelmäßig in Clubs, Musiksendungen und Charts präsent. Sein Album "Tarantula" wurde 2001 veröffentlicht und brachte ihm sogar zwei GRAMMY-Nominierungen ein: für das beste Rap-Album sowie für die beste Solo-Rap-Darbietung eines Mannes für "Bouncin' Back (Bumpin' Me Against The Wall)".
Doch seine Karriere war am Ende überschattet von negativen Schlagzeilen, Gewalt und sexueller Gewalt: 2003 bekannte sich der Rapper des sexuellen Übergriffs schuldig. Damals wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung versuchte Mystikal mehrfach, an frühere Erfolge anzuknüpfen, sorgte jedoch immer wieder durch juristische Probleme für Schlagzeilen und landete im Juni 2026 erneut im Gefängnis:
Der Rapper bekannte sich im März der Vergewaltigung dritten Grades schuldig. Das namentlich nicht genannte Opfer schilderte laut BBC vor Gericht, dass Mystikal sie in seinem Haus in Louisiana festgehalten, geschlagen, gewürgt, ihr die Zöpfe herausgerissen und sie vergewaltigt habe. Sie gab an, er habe ihr das Handy und die Autoschlüssel weggenommen, damit sie nicht fliehen konnte, und sich selbst Geld von ihrem Handy überwiesen, bevor er sie gehen ließ.
Vor der Urteilsverkündung erklärte der Rapper gegenüber dem Gericht: !Wenn ich dir das angetan habe, verdiene ich die Höchststrafe.“
Durch seine Schuldanerkenntnis wurde er zu einer Höchststrafe von 20 Jahren verurteilt.
In der Regel berichten wir nicht über Missbrauch, außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Laut Bundeskriminalamt wurden allein 2015 fast 130.000 Frauen und annähernd 25.000 Männer Opfer von häuslicher Gewalt bzw. Partnerschaftsgewalt. Dabei liegt die Dunkelziffer deutlich höher. Der Weisse Ring bietet Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt. Sowohl telefonisch, als auch online. Hier erhältst Du alle Informationen.
Solltest Du selbst das Gefühl haben, dass Du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der Nummer 0800 22 55 530 ist das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr bundesweit, kostenfrei und anonym erreichbar.
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