Lorde rechnet mit Spotify-KI ab
Lorde geht auf Konfrontationskurs mit Spotify: Die Sängerin kritisiert die KI-Funktion der Plattform und fordert Veränderungen.
Lorde geht auf Konfrontationskurs mit Spotify: Die Sängerin kritisiert die KI-Funktion der Plattform und fordert Veränderungen.
Sie hat mit "Royals" und "Green Light" Welthits geschaffen und zählt seit Jahren zu den einflussreichsten Pop-Künstlerinnen ihrer Generation. Nach einer längeren Auszeit hat Lorde Ende 2025 nicht nur musikalisch ein neues Kapitel aufgeschlagen, sondern auch hinter den Kulissen wichtige Entscheidungen getroffen. Nachdem ihr langjähriger Vertrag mit der Universal Music Group ausgelaufen war kann die Neuseeländerin ihre Karriere komplett selbst gestalten.
In mehreren Sprachnachrichten an ihre Fans sprach die "Virgin"-Interpretin offen über diesen Schritt. "Ich verspüre einen echten Hunger nach Neuem … als würde sich ein neues Blatt wenden oder als hätte man mir eine leere Leinwand gegeben", erklärte sie. Für die Sängerin sei es die Chance, ihre Kreativität völlig frei auszuleben. Auch ihre neu gewonnene Unabhängigkeit genießt sie sichtlich. "Wenn ich eine Chance für einen Neuanfang sehe, versuche ich sie zu nutzen … es fühlt sich einfach aufregend an, für einen Moment, ich weiß nicht, die Begrenzung zu entfernen", sagte Lorde weiter.
Trotz des Abschieds blickt sie ohne Groll auf ihre Zeit bei Universal zurück. Ihr damaliges Team bezeichnete sie als "unglaubliche Menschen". Gleichzeitig machte sie deutlich, wie jung sie war, als sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb: "Ein zwölfjähriges Mädchen hat ihre kreative Zukunft verkauft, bevor sie wusste, wie das überhaupt sein würde und bevor sie wusste, was sie da eigentlich aufgibt."
Im Juli 2026 sorgte Lorde erneut für Schlagzeilen und das wegen einer KI-Funktion von Spotify. Konkret geht es um das Beta-Feature "About the Song", das mithilfe künstlicher Intelligenz Hintergrundinformationen zu Liedern liefert. Bei Lordes "Ultrasound World Tour" ordnete die KI jedoch einen Moment ihrer Bühnenshow dem falschen Track zu. Spotify behauptete, die Sängerin habe sich während "Current Affairs" mit Wasser übergossen und Kleidungsstücke abgelegt. Das Problem? Es war inmitten der Performance von "GRWM". Für Lorde ist das weit mehr als nur ein kleiner Fehler. In ihrer Instagram-Story schrieb sie:
"Das ist nicht nur ungenau (es war nicht der Song, bei dem ich das gemacht habe), sondern ein Lied direkt an der Quelle auf eine KI-generierte Bedeutung zu reduzieren, schränkt meiner Meinung nach die freie Interpretation ein. Bitte ermöglicht es Künstlern zumindest, sich davon abzumelden."
Spotify reagierte auf die Kritik und verteidigte das neue Feature. Gegenüber Pitchfork erklärte das Unternehmen: "Wir haben 'About the Song' entwickelt, weil Fans mehr über die Geschichten hinter der Musik erfahren möchten. Die Funktion befindet sich noch in der Beta-Phase. Die Informationen stammen aus Artikeln im gesamten Internet; wenn etwas nicht stimmt, beheben wir das schnell – so auch in diesem Fall. Korrekte Informationen sind uns wichtig."
Dass Lorde künstlicher Intelligenz kritisch gegenübersteht, ist nicht neu. Bereits beim Mad Cool Festival in Madrid warnte sie ihr Publikum vor der zunehmenden Vermischung von Realität und Technologie. Mit Blick auf die neuen KI-Brillen von Meta sagte sie: "In unserer Welt wird es immer schwieriger zu erkennen, was real ist."
Anschließend wurde sie noch deutlicher: "Darf ich nur kurz festhalten: Scheiß auf die Brillen. Holt euch diese Brillen nicht. Nicht sexy."
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