Lil Wayne
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Seltenen Einblick hinter die Kulissen

Lil Wayne: Kuriose Regeln für Assistenten

Nach einem Tour-Fiasko sorgen jetzt Gerichtsdokumente für Schlagzeilen: Lil Waynes Anforderungen an Assistenten sind mehr als nur fraglich ...

No-Show bei eigener Tournee

Eigentlich sollte Lil Wayne im Sommer 2026 mit seiner "20 Years of Carter Classics"-Tour ein echtes Highlight für seine Fans liefern. Die Konzertreihe knüpft an seine "Tha Carter VI Tour" an, die am 05. Juni 2025 gestartet war und nach 36 Shows sogar verlängert wurde. Der Auftakt der neuen Tour am 30. Juni 2026 in Bangor, Maine, war restlos ausverkauft, doch ausgerechnet der Hauptact erschien nicht.

Tausende Fans warteten stundenlang auf den fünffachen GRAMMY-Gewinner und einen der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten mit über 120 Millionen verkauften Alben. Während 2 Chainz wie geplant als Support auftrat, überbrückte anschließend lediglich ein DJ die Zeit. Erst gegen 23 Uhr wurde das Publikum nach Hause geschickt. Alex Gray, Präsident von Waterfront Concerts, entschuldigte sich bei den Besuchern und erklärte, dass ein solcher Vorfall in 251 veranstalteten Shows noch nie passiert sei. Man habe sogar versucht, die Sperrstunde verlängern zu lassen, um das Konzert doch noch stattfinden zu lassen ... 

Am nächsten Tag brach Wayne sein Schweigen in seiner Instagram-Story und teilte mit, dass er das Konzert verschieben würde. Er schrieb: "Meine Fans in Maine, es tut mir so leid … Die Show wird auf den 28. Juli verlegt. Bitte behaltet eure Tickets; sie behalten für den neuen Termin ihre Gültigkeit“, erklärte er.

Ungewöhnliche Jobbeschreibung

Gerade erst startete er offiziell in die Tournee, schon schrieb der Rapper erneut Schlagzeilen, diesmal allerdings vor Gericht. Lil Wayne wird von seinem ehemaligen Assistenten Andrew Williams verklagt. Dieser behauptet, der Musiker habe ihn 2022 während eines Flugs in einem Privatjet körperlich angegriffen.

Im Zuge des Verfahrens wurden Dokumente via TMZ veröffentlicht, die einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die Anforderungen geben, die Lil Wayne an seine persönlichen Assistenten stellt. Einige Punkte gehören zum typischen Aufgabenbereich eines Celebrity-PAs: Verschwiegenheit, das Unterzeichnen einer Geheimhaltungsvereinbarung, das Packen der Reisetaschen, die Organisation des Tagesablaufs und die ständige Begleitung auf Reisen.

Andere Anforderungen fallen dagegen deutlich außergewöhnlicher aus. Bewerber sollen "eigenmotiviert" sein, eine "positive Einstellung" mitbringen und gerne Zeit mit Kindern und Hunden verbringen. Außerdem müssen sie rund um die Uhr erreichbar sein und jederzeit ans Telefon gehen können. Auch körperlich und mental wird einiges verlangt: Laut den Unterlagen sollen Assistenten "psychisch stabil" sein, mit dem hektischen Alltag des Rappers mithalten können und dabei "ohne sich persönlich einzumischen" arbeiten. Zudem wird Wert auf eine "angenehme Körperhygiene" gelegt und darauf, dass sie kräftig genug sind, Gepäck zu tragen.

Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgt allerdings eine weitere Aufgabe: Die Assistenten sollen jederzeit fertig gedrehte Joints bereithalten und rechtzeitig für Nachschub sorgen, sobald Lil Waynes bevorzugte Wraps ausgehen ...

Lil Wayne weist alle Vorwürfe zurück

Doch kommen wir mal zur eigentlichen Anklage: Andrew Williams behauptet, Lil Wayne habe ihn mit der Faust ins Gesicht geschlagen, als er während eines Streits zwischen dem Rapper und dem Piloten eingreifen wollte. In der Klageschrift heißt es: "Die Kombination aus einer geschlossenen Faust und den zahlreichen Ringen sowie dem großen Schmuck an [Waynes] Händen fügte [Andrew] schwere Verletzungen zu.

Als unmittelbare Folge von [Waynes] Angriff und dessen Verhalten hat [Andrew] sowohl seelischen als auch körperlichen anhaltende Schaden erlitten, sowie allgemeine und besondere Schäden (einschließlich Behandlungskosten) in einer Höhe verursacht bekommen, die im Prozess nachgewiesen werden muss."

Lil Wayne weist die Vorwürfe vollständig zurück. Nach Angaben seiner Anwälte habe er in Notwehr gehandelt. Über den Ausgang des Verfahrens ist bislang noch nicht entschieden.

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