BTS in Chile: ARMY kippt Konzert-Verbot
150.000 BTS-Fans dürfen hoffen: Nach heftigen ARMY-Protesten prüft Chile jetzt doch die Freigabe der drei Mega-Konzerte.
150.000 BTS-Fans dürfen hoffen: Nach heftigen ARMY-Protesten prüft Chile jetzt doch die Freigabe der drei Mega-Konzerte.
Nach ihrer mehrjährigen Pause aufgrund des verpflichtenden Militärdienstes sind BTS endlich wieder komplett zurück. RM, Jin, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jung Kook meldeten sich 2026 mit ihrem Nummer-eins-Album "ARIRANG" eindrucksvoll zurück, brachen ihren eigenen Verkaufsrekord und kündigten kurz darauf ihre gleichnamige Welttournee an. Die Euphorie der Fans ist riesig, besonders in Chile. Dort sollen die K-Pop-Superstars am 14., 16. und 17. Oktober gleich drei Konzerte im Estadio Nacional spielen. Alle drei Shows waren innerhalb weniger Minuten restlos ausverkauft. Insgesamt werden rund 150.000 Fans erwartet ...
Doch plötzlich gerieten die Konzerte ins Wanken und genau das brachte die BTS-Fangemeinde ARMY auf die Barrikaden.
Ausgerechnet das geplante Stadion sorgte anschließend für Probleme. Das Nationale Sportinstitut Chiles (IND) kam in einem technischen Bericht zu dem Schluss, dass die aufwendige 360-Grad-Bühne den Hybridrasen des Estadio Nacional zu stark belasten könnte.
Auch der Zeitplan bereitete Sorgen: Für Aufbau, Konzerte und Abbau wären insgesamt neun Tage nötig gewesen. Da im Stadion kurz darauf Fußballspiele, die Telethon 2026 und weitere Großveranstaltungen geplant sind, sahen die Behörden den Ablauf gefährdet. Als Alternative schlugen die Verantwortlichen andere Veranstaltungsorte in Santiago sowie Stadien in Viña del Mar und Concepción vor. Doch keine dieser Optionen eignete sich für die gigantische Produktion oder die erwarteten Zuschauermassen.
Sportministerin Natalia Duco kritisierte zudem, dass 150.000 Tickets verkauft worden seien, obwohl für das Stadion noch keine endgültige Genehmigung vorlag. Künftig sollen Veranstalter dafür sogar sanktioniert werden können. Doch genau an diesem Punkt griffen die Fans ein: Im Juli 2026 zogen Hunderte ARMY-Mitglieder in der BTS-Farbe Lila durch Santiago bis zum Präsidentenpalast La Moneda. Mit Transparenten wie "BTS ins Nationalstadion" machten sie ihrem Ärger Luft:
Der Veranstalter DG Medios legte den Behörden daraufhin einen überarbeiteten technischen Plan vor. Darin geht es unter anderem um die Lastverteilung der Bühne, den Schutz des Rasens sowie neue Bau- und Sicherheitsmaßnahmen. Das zuständige Ministerium bestätigte anschließend, dass die neuen Unterlagen den Weg für eine mögliche Genehmigung der drei Konzerte ebnen könnten. Bevor endgültig grünes Licht gegeben wird, müssen allerdings weitere technische Nachweise eingereicht werden.
Für die ARMY ist das bereits ein erster Erfolg. Noch ist zwar nichts endgültig entschieden, doch dank des enormen Fan-Protests dürfen die rund 150.000 Ticketinhaber wieder hoffen, BTS im Oktober tatsächlich live in Santiago erleben zu können. Doch bevor es soweit ist, werden die sieben Südkoreaner gleich zweimal nach Deutschland kommen und Mitte Juli 2026 in der Allianz Arena in München performen.
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