KI - Roboter am Mischpult
KI-generiertes Bild
KI - Roboter am Mischpult
Regierung stärkt Musikern den Rücken

Bann: Schweden kickt KI-Songs aus den Charts

Ein KI-Hit geht viral, doch Schweden sagt nein. Ab sofort finden digitale Popstars keinen Platz mehr in den Charts.

KI-Musik

In den letzten Jahren haben Fortschritte in der künstlichen Intelligenz (KI) dazu geführt, dass KI-Systeme zunehmend in der Musikbranche eingesetzt werden. Dies hat zu einer einzigartigen Partnerschaft zwischen KI und Komponisten geführt, die die Grenzen der Musikkomposition erweitert.

Ein Bereich, in dem KI eine wichtige Rolle spielt, ist die Hilfe bei der Kreativität. KI-Systeme können große Mengen an Musikdaten analysieren und Muster erkennen, um neue Ideen und Klänge zu generieren. Dies ermöglicht es den Komponisten, über bekannte Grenzen hinauszugehen und neue musikalische Horizonte zu erkunden.

Weitere Informationen dazu findest du hier:

Schweden sagt "Nein, danke!"

Auch in Schweden kracht’s gerade gewaltig im Musikbusiness und das liegt nicht etwa an einem neuen Metal-Act aus Malmö. Sondern daran, dass ein viraler Song, "Jag vet, du är inte min" von einem gewissen Jacub, zwar auf Spotify durch die Decke geht, aber trotzdem nicht auf die offiziellen Charts darf. Das Stück wurde bereits Ende 2025 auf der Plattform hochgeladen, hat mittlerweile über zehn Millionen Streams und landete auf Platz 1 der Top 50. Doch einen Award bekam "Jag vet, du är inte min" nicht. Doch warum ist das so?

Jacub soll gar kein echter Mensch sein, sondern ein digitales KI-Konstrukt von einer dänischen Firma namens Stellar Music. Und der Song? Der ist laut Schwedens Chart-Chefs "zu viel KI", also raus aus dem Rennen um Chartplatzierungen.

Doch wer darf entscheiden, ob ein Track echt ist oder nicht? Ein Sprecher von IFPI Schweden wurde vom britischen Guardian mit den Worten zitiert: "Jacubs Song wurde aus den offiziellen schwedischen Charts, Sverigetopplistan, die von IFPI Schweden zusammengestellt werden, ausgeschlossen. Obwohl der Song in den Spotify-Charts erscheint, erfüllt er nach den geltenden Regeln nicht die Kriterien für eine Aufnahme in die offiziellen Charts."

Ludvig Werner, Geschäftsführer von IFPI Schweden, fügte hinzu: "Unsere Regel besagt, dass ein Song, der hauptsächlich KI-generiert ist, nicht in die Top-Liste gehört."

Auf Spotify hat der Künstler Jacub bereits über 800.000 monatliche Hörer, vorwiegend in Schweden. Fünf Personen wurden als Autoren genannt, von denen vier mit Stellar, einem dänischen Musikverlag, in Verbindung stehen. Neben dem Praktikanten Malthe Carlsen werden die Stellar-Mitbegründer Morten Winther und Ryan Peterson auf Spotify namentlich genannt. Ein weiterer aufgeführter Autor, Niklas Engvall, ist ein schwedischer Grafiker, der KI-generierte Illustrationen erstellt und im Netz teilt. Passend dazu fügte 

Der schwedische Journalist Emanuel Karlsten schrieb zum KI-Thema rund um den Song "Jag vet, du är inte min", dass Engvall und Carlsen auf der Stellar-Website als Verantwortliche einer KI-Abteilung aufgeführt sind, die für die Visualisierung zuständig ist ...

Den Song kannst du dir derweil hier anhören:

Jag vet, du är inte min
Jag vet, du är inte min
FELIX JAEHN & SARAH BARRIOS mit NOW'S A GOOD TIME TO BE

bigFM Deutschlands biggste Beats

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FELIX JAEHN & SARAH BARRIOS mit NOW'S A GOOD TIME TO BE