Haftbefehls "BABO" gewinnt Deutschen Kamerapreis
"BABO – Die Haftbefehl-Story" holt sich in der Kategorie "Bester Schnitt / Doku Screen" den Deutschen Kamerapreis.
"BABO – Die Haftbefehl-Story" holt sich in der Kategorie "Bester Schnitt / Doku Screen" den Deutschen Kamerapreis.
Deutsch-Rapper Haftbefehl war 2025 die meistgesuchte deutsche Persönlichkeit des Jahres und landete im Ranking sogar vor CDU-Chef und dem im Mai gewählten aktuellen Bundeskanzler Friedrich Merz. Doch wer ist der Rapper und warum trendete er gerade 2025 so sehr?
Ganz einfach: Hafti hat “BABO – Die Haftbefehl Story”, eine deutsche Dokumentation über den Rapper, auf Netflix veröffentlicht. Das Werk zeigt darin seinen Weg vom Straßenleben in Offenbach bis an die Spitze der deutschen Rap-Szene. Doch er beleuchtete nicht nur den Luxus und das Leben auf Tour, sondern auch Themen wie Herkunft, Familie, Druck und vielen Drogen. Und die Doku landete am Ende auf Platz 1 der Streaming-Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz:
Der erste Ritterschlag für Hafti: Seine Netflix-Dokumentation "BABO – DIE HAFTBEFEHL-STORY", die von Elyas M'Barek mit in Auftrag gegeben worden war, wurde im März 2026 offiziell für den 62. Grimme-Preis in der Kategorie "Wettbewerb Information & Kultur" aufgestellt. Ein starkes Signal: Rap ist längst mehr als Provokation, Beats und krasse Lines, das Genre ist Teil gesellschaftlicher Debatten. Schließlich beleuchtete Haftis Show den Aufstieg zu einem der einflussreichsten Rapper Deutschlands und zeigte schonungslos, wie eng Musik, Erfolg und Drogenmissbrauch miteinander verwoben sind.
Besonders überzeugt hat die Grimme-Jury im Übrigen der gesellschaftliche Impact der Produktion. In der offiziellen Begründung heißt es, die Doku sorge für
"die Eröffnung eines breiten gesellschaftlichen Debattenraums im Nachgang der Veröffentlichung zu den Themen Drogenmissbrauch, kritische Aspekte der Musikindustrie und Auswirkungen von dysfunktionalen Familienstrukturen auf die Kinder".
Beim 62. Grimme-Preis 2026 ging der Spezial-Award am Ende an den Film "Unterwegs im Namen der Kaiserin". Doch Haftbefehl und Co. müssen nicht enttäuscht sein und haben stattdessen einen Grund zum Feiern:
"BABO – Die Haftbefehl-Story" hat beim Deutschen Kamerapreis für den besten Schnitt abgeräumt. Regie hatten Juan Moreno und Sinan Sevinç geführt, hinter der Kamera stand Wesley William Salamone und Elyas M’Barek und Paco-Luca Nitsche waren als Produzenten mit am Start. Die Jury erklärte ihre Entscheidung wie folgt:
"Auf den Spuren radikaler Ehrlichkeit führen uns Marco Rottig, Philipp Schnabel und David Gesslbauer in einen intensiven Schlagabtausch aus Rausch, Familiengeschichten und Lyrics der Selbsttherapie. Bild- und tongewaltig verweben sie die dunklen Seiten der kontroversen Persönlichkeit des Aykut Anhan und Haftbefehl und schälen dabei Schicht um Schicht frei. So brachial die Schnitte Aykut zu Hafti aufbauen, so sehr zerlegt die Montage die Kunstfigur. Der exzellente Schnittrhythmus macht BABO zu einem Gesamtkunstwerk, welches uns über 90 Minuten gebannt zuschauen lässt. No exit, Brudi."