Lily Allen wehrt sich gegen Konzert-Kritik
Keine Ansagen, keine Band, nur das Album: Lily Allen verteidigt ihr ungewöhnliches Tour-Konzept gegen Hass-Nachrichten im Netz.
Keine Ansagen, keine Band, nur das Album: Lily Allen verteidigt ihr ungewöhnliches Tour-Konzept gegen Hass-Nachrichten im Netz.
Lily Allen gehört seit ihrem Durchbruch mit Hits wie "Smile", "LDN" und "The Fear" zu den bekanntesten Popstars Großbritanniens. Mit ihrem 2025 veröffentlichten Album "West End Girl" schlug die Britin jedoch bewusst neue Wege ein. Das Werk erzählt chronologisch die Geschichte einer zerbrechenden Ehe und wurde von ihrer Scheidung von Schauspieler David Harbour inspiriert.
im Interview Magazine erklärt Lily, warum die CD emotional, aber nicht verbittert ist: "Es ist kein grausames Album. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich gemein bin. Es sind einfach die Gefühle, die ich damals verarbeitet habe.“
Weiter erzählte sie: "Ich habe die Platte innerhalb von zehn Tagen im Dezember geschrieben […] Wir alle erleben Trennungen, und sie sind immer verdammt brutal. […] Es fühlt sich roh und echt an, wie ein direkter Einblick in den Prozess. Damals musste ich vieles verarbeiten und das war großartig für das Album. Aber heute bin ich weder verwirrt noch wütend. Ich brauche keine Rache."
Passend zum Nummr-eins-Album kündigte Lily Allen eine "West End Girl"-Tour an, die keine klassische Popshow beinhaltet. Statt einer Live-Band samt tänzerischer Performance erwartet alle Fans eine theaterähnliche Inszenierung. Lily performt das komplette Album in der ursprünglichen Reihenfolge, spricht während der Show nicht mit dem Publikum und verzichtet bewusst auf Unterbrechungen.
Doch vor ihrer eigentlichen Show spielt ein Streicherensemble instrumentale Versionen ihrer größten Hits aus früheren Jahren samt Lyrics, die auf einem Display erscheinen und Fans zum Mitsingen anregen.
Nachdem Lily die ersten Konzerte in kleinen Hallen gegeben hatte, folgte der Sprung auf die ganz große Bühne. Unter anderem performte die Britin in der legendären O2 Arena in London und konnte vor 20.000 Fans ihre Show abziehen. Doch nach zwei ausverkauften Events kritisierte sie die Journalist Rupert Hawksley auf X und sprach über den Preis der Tickets, die Länge der Show sowie die fehlende Interaktion mit den Fans.
Lily Allen reagierte direkt auf die Vorwürfe und erklärte: "Es gibt eine Vorband. Die Show wurde immer als 'Lily Allen performs West End Girl' beworben. Die Show dauert etwas mehr als eine Stunde, weil lediglich das komplette Album aufgeführt wird."
Anschließend erläuterte sie auch ihre Entscheidung, während des Konzerts nicht mit dem Publikum zu sprechen: "Es ist meine künstlerische Entscheidung, nicht mit dem Publikum zu sprechen. Die vierte Wand hilft dabei, die Geschichte zu erzählen. Die meisten Menschen empfinden das als wirkungsvoll."
Gleichzeitig betonte der britische Superstar, dass sie niemanden enttäuschen wolle und sagte: "Ich möchte nicht, dass sich irgendjemand über den Tisch gezogen fühlt. Alle Beteiligten dieser Tour arbeiten wirklich sehr hart daran, den Menschen die bestmögliche Show zu bieten, und ich bin extrem stolz darauf."
Nachdem Hawksley erneut nachlegte und erklärte, eine Show ohne Vorband und ohne ein einziges "Vielen Dank, dass ihr gekommen seid" sei ungewöhnlich, antwortete Lily Allen mit Humor: "Ich gebe gerne zu, dass ich ein bisschen seltsam bin."
Mit ihrem Konzept setzt Lily Allen bewusst auf eine durchgängige Geschichte statt auf ein klassisches Popkonzert. In den kommenden Tagen endet zunächst der Großbritannien- und Irland-Teil der Tour, bevor im September die US-Konzerte beginnen. Shows in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zum redaktionellen Zeitpunkt noch nicht bestätigt worden.
Hinweis: Wenn du etwas googelst, erscheint neben den normalen Suchergebnissen auch eine Box mit aktuellen News. Wenn du bigFM als bevorzugte Quelle auswählst, werden dir unsere Inhalte dort künftig häufiger angezeigt. Füge bigFM hier als bevorzugte Quelle hinzu.