Mit dem ersten Antirassistischen Klopapier starten das gemeinnützige Unternehmen Goldeimer und der Aktivist Roger Rekless eine bemerkenswerte Initiative gegen Alltagsrassismus.
 
Anti-Rassismus Toilettenpapier

Credit: Justus von Karger

Umfangreiche Initiative gegen Alltagsrassismus gestartet 
"Nein, woher kommst du denn wirklich?", es sind diese und ähnliche Aussagen, die im Fokus der neuen Antirassismus-Initiative #RassismusIstFürnArsch stehen. Denn tagtäglich sehen sich Menschen im Alltag mit Rassismus konfrontiert und tagtäglich reproduzieren Menschen Rassismus, ob wissentlich oder unwissentlich. Mit dem "Antirassistischen Klopapier" soll nun ein klares Statement gegen Rassismus gesetzt werden. "Die Idee ist eigentlich ganz simpel: Wir produzieren mit Hilfe aller ein Klopapier, das sich durch seine Gestaltung explizit gegen Rassismus richtet und für Aufklärung sorgt. Das Klopapier ist letztlich nicht das Entscheidende. Wichtiger ist die damit verbundene Aufmerksamkeit und Aufklärung zum Thema 'Alltagsrassismus' sowie die aktive Unterstützung von Menschen und Organisationen, die sich dafür einsetzen', erklärt Aktivist David Mayonga aka Roger Rekless. Der 39-jährige Münchner engagiert sich seit Jahren öffentlich gegen Rassismus. "Ziel ist es, die Menschen zu ermutigen, sich mit ihren eigenen rassistischen Verhaltensmustern, institutionellem und strukturellem Rassismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Wir wollen zum Dialog über Rassismus im Alltag einladen und das Klopapier hierfür als kommunikativen Eisbrecher einsetzen". 

Kernziel ist die Förderung antirassistischer Arbeit von Partnerorganisationen wie der Amadeu-Antonio-Stiftung. Unterstützt wird das Ganze zudem aktiv von zahlreichen prominenten Personen, darunter Rapper Samy Deluxe, NDR-Moderatorin Aminata Belli, Schauspieler Kida Ramadan und YouTuberin Natasha Kimberly.

 Crowdfunding unterstützen 
Entscheidend für den Erfolg der Initiative ist das begleitende Crowdfunding, über das die Produktion des Toilettenpapiers als auch die Förderung antirassistischer Angebote finanziert werden soll. Genau hier sind die Initiatoren auf Hilfe angewiesen. Wer die Aktion unterstützen und sich so gegen Rassismus starkmachen möchte, kann das noch bis zum 20. Dezember unter www.startnext.com tun, egal ob Privatperson, Organisation oder Unternehmen. Dort finden sich nicht nur alle wichtigen Informationen zur Aktion, sondern auch die Option, einen frei wählbaren Betrag zu spenden - und so eventuell eines der limitierten "Dankeschöns" zu erhalten. In den ersten 24 Stunden nach Start der Aktion konnten bereits über 16.000 Euro eingesammelt werden.

Ein wichtiger erster Schritt, denn jeder Cent hilft dabei, das Minimal-Ziel von 225.000 Euro zu erreichen, um so die Produktion des Antirassistischen Klopapiers und die weitere Umsetzung der Kampagne zu sichern. Damit können 100.000 Packungen des Antirassistischen Klopapiers produziert und bereits 25.000 Euro an Workshops der Partnerorganisationen weitergeleitet werden. Wird das erweiterte Fundingziel von 400.000 € erreicht, sind 100.000 Packungen komplett vorverkauft und so können insgesamt 100.000 Euro in Antirassismus- und Empowerment-Workshops fließen. Wichtig dabei: Das Ganze ist nicht profitorientiert. Mit dem eingenommenen Geld wird die Aktion in ihrem gesamten Umfang kostendeckend finanziert und umgesetzt.

Anitrassismus Klopapier

Credit: Justus von Karger

 Design-Contest gestartet 
Doch wie sieht so ein Antirassistisches Klopapier überhaupt aus? Genau das steht im Mittelpunkt des parallel zum Crowdfunding stattfindenden #RassismusIstFürnArsch Design-Wettbewerbs. Denn das Design für das Antirassistische Klopapier steht noch keinesfalls fest. Im Gegenteil: Die Vorderseite der Verpackung ist noch gänzlich frei und auch die Rolle selbst ist bisher nicht gestaltet. Denn das Antirassistische Klopapier soll Menschen, die in ihrem Alltag stetig mit Rassismus konfrontiert werden, eine Plattform bieten, um ihre Botschaften und Perspektiven sichtbar zu machen und sich künstlerisch auszutoben. Roger Rekless und Goldeimer rufen daher die BIPoC-Community (Black, Indigenous People of Color) in Deutschland dazu auf, bis zum 21. Januar 2021 am Design-Contest für das Antirassistische Klopapier teilzunehmen – ob als Team oder Einzelperson. Geplant ist das erste Klopapier gegen Rassismus – inklusive eindringlichem Design und unmissverständlichen Botschaften.

Designer

Credit: Unsplash.com

 Kida Ramadan, Samy Deluxe und Co. als Botschafter 
Kernziel ist die Förderung antirassistischer Arbeit von Partnerorganisationen wie der Amadeu-Antonio-Stiftung. Unterstützt wird das Ganze zudem aktiv von zahlreichen prominenten Personen, darunter Rapper Samy Deluxe, NDR-Moderatorin Aminata Belli, Schauspieler Kida Ramadan und YouTuberin Natasha Kimberly. Neben der Chance, elementarer Bestandteil der Aktion zu werden, gibt es noch weitere Preise zu gewinnen. So wird das Gewinner-Motiv mit 2.000 € sowie einem Bigpack des Antirassistischen Klopapiers prämiert. Die ersten drei Plätze erwartet zudem eine gemeinsame Ausstellungsfläche auf der nächsten Millerntor Gallery in Hamburg. Welches Motiv schließlich das Antirassistische Klopapier schmücken wird, entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury: Samy Deluxe, Aminata Belli, Tasha Kimberly, Megaloh, Aaron Night, Ebow, Kida Ramadan, Jasmina Kuhnke, Chefket, Celina Bostic, Sylabil Spill, Lary, Oibel, Nine.875 und Mari Pavanelli unterstützen die Initiative #RassismusIstFürnArsch nicht nur als Juror*innen, sondern auch als Botschafter*innen. 

#RassismusistfuernArsch

Credit: Justus von Karger

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Zum Design-Wettbewerb geht's HIER 

Quelle und Pressetext: Goldheimer