Das To-Go-Prinzip hat Gastronomen und Gästen besonders während des Lockdowns den Hintern gerettet. Doch das Außer-Haus-Essen hat auch Schattenseiten - den steigenden Verpackungsmüll etwa. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht die Lösung daher in einem Pfandsystem für Pizzakartons und Co. 
Kommt bald ein Pfandsystem für Pizzakartons?

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 Pfand gegen Müll? 
Ob Kaffee, Fast-Food oder gesunde Alternativen: To-Go-Lebensmittel wurden 2020 stärker genutzt, als je zuvor. Durch den Lockdown, die Schließungen der Restaurants und das Wegfallen der Möglichkeiten, das Bestellte in gastronomischen Räumlichkeiten zu verzehren, steigt die Nachfrage nach To-Go-Produkten massiv an. Doch mit ihr auch das Problem der Vermüllung. Besonders beliebt sind öffentliche Parks in denen die mitgebrachte Pizza im Karton gemütlich verspeist wird. Die Folge: Vollgestopfte Mülleimer in Park- und Grünanalgen und Verpackungsmüll, der sich neben Behältnissen stapelt. Für die Entsorger ein Problem in Millionenhöhe. Deshalb fordert der Bund kommunaler Unternehmen, dass "Hersteller von Wegwerfartikeln die Stadtreinigung anteilig bezahlen". Die Pizzakarton-Flut sei "zu einem Symbol für den Anstieg beim Müllaufkommen in der Corona-Zeit geworden", teilt die Stadt Nürnberg mit. 

 Umweltministerium hat hygienische Einwände 
Einen Schritt weiter geht Bundesumweltministerin Svenja Schulz (SPD). Sie fordert ein Pfandsystem für Pizzakartons und andere To-Go-Behältnisse. Zustimmung kommt etwa vom Deutschen Städte- und Gemeindebund und vom Deutschen Städtetag. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert sogar konkret eine verbindliche Mehrwegquote. Das Bundesumweltministerium hingegen sieht diesen Vorschlag als nicht sinnvoll an. Grund: Die Hygiene. Besonders in der Corona-Pandemie gebe es durch die oft starken Verschmutzungen der Behälter hygienische Einwände, sagt ein Ministeriumssprecher. 

Mit Pfand gegen Verpackungsmüll?

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