McDonald’s startet in drei Restaurants in München, Berlin und Köln den ersten McDrive für Fahrradfahrer. Laut McDonald’s bietet Bike-In eine einfache und schnelle Option, Burger & Co. kontaktlos über die McDonald’s App zu bestellen und zu bezahlen, ohne dafür das eigene Fahrrad verlassen zu müssen. 
McDonald's Bike In

Credit: McDonald's

 Fahrrad-Boom durch Corona 
Mit dem Bike zur Arbeit, in den Park oder zum Einkaufen: Für viele heutzutage selbstverständlich. Und auch Corona hat dem Fahrradhandel einen selten dagewesenen Boom beschert. Gut 4,2 Milliarden Euro wurden 2019 in Deutschland mit Fahrrädern und E-Bikes umgesetzt. Seit April 2020 ist die Nachfrage noch einmal kräftig angezogen. "In Deutschland ist das Geschäft in den Monaten April und Mai recht gut verlaufen, zum Teil mit erheblichen Umsatzzuwächsen", so Dietmar Knust, Vorsitzender des Verbandes des Deutschen Zweiradhandels gegenüber DW.com. Einige Händler hätten ihren Umsatz sogar verdreifachen können, heißt es weiter. Der Drahtesel ist beliebter denn je - und so wundert es kaum, dass Straßen weichen, Pop-up-Fahrradwege entstehen oder der Fast-Food-Gigant McDonald's seine Abholmöglichkeiten auf den Hype anpasst. Seit dem 25. August testet das Unternehmen an drei Standorten den Bike-In. 

 Mit dem Rad durch den McDrive? 
Gerade in den Wochen des Lockdowns, während McDonald’s seine Restaurants vorwiegend über den McDrive betrieben hat, wandten sich viele Fahrradfahrer mit dem Wunsch an das Unternehmen, durch den McDrive radeln zu dürfen. Aber auch nach der Wiedereröffnung der Innenräume bleiben die McDonald’s Fans dabei: Sie wollen den McDrive auch mit ihrem Fahrrad nutzen. Aufgrund von amtlichen Auflagen ist dies jedoch nicht möglich. "Mit dem Test eines Bike-In wollen wir eine Lösung für diesen lang gehegten Gästewunsch bieten", sagt Eva Rössler, designierte Unternehmenssprecherin McDonald’s Deutschland LLC. "Wir nehmen das Feedback unserer Gäste ernst, denn uns ist wichtig, was ihnen wichtig ist."

Bike In: McDonald's bietet nun auch Abholservice für Radfahrer an

Credit: Allef Vinicius/Unsplash

 München, Berlin und Köln 
Das Prinzip ist simpel: Auf den Parkplätzen der teilnehmenden Restaurants in München, Berlin und Köln wurde ein spezieller Pickup-Punkt für Radler eingerichtet, der bei der kontaktlosen Bestellung über die McDonald’s App ausgewählt werden kann. Bezahlt wird – ebenfalls kontaktlos – mit Kreditkarte. Die Bestellung bringen die Mitarbeiter dem Gast direkt zum Rad. Bike-In Nutzer müssen dann nur noch entscheiden, ob sie Burger, Pommes & Co. direkt an den eigens für sie aufgestellten Radler-Tischen essen oder mitnehmen wollen. Alle Schritte von der Bestellung am Bike-In bis zum Genuss erklärt auch ein Video.

 
 Kundenzufriedenheit und Klimaschutz 
"Unser Bike-In ist nicht nur eine Antwort auf den Fahrrad-Boom. In Corona-Zeiten kommt das neue Angebot auch dem Wunsch vieler Menschen entgegen, Kontakte und Aufenthalte in geschlossenen Räumen weitgehend einzuschränken", erläutert Eva Rössler. Und noch ein weiteres Argument spricht aus Sicht des Unternehmens für Bike-In: "McDonald’s hat sich beim Klimaschutz ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2030 wollen wir die CO2-Emissionen unserer Restaurants und Verwaltungen weltweit um 36 Prozent im Vergleich zu 2015 reduzieren und die CO2-Emissionen pro Tonne Produkt um 31 Prozent. Da möchten wir Menschen, die klimafreundlich Fahrrad fahren, natürlich nicht ausbremsen, sondern unterstützen."

 Wo gibt es den Bike-In? 
Am Dienstag, 25. August, startet der Testbetrieb der Bike-In an den McDonald’s Standorten Berlin (Wrangelstraße 35), München (Stäblistraße 16) und Köln (Koblenzer Str. 2-4). Der Test läuft zunächst bis Ende Oktober, damit viele Radfahrer die Chance erhalten, das neue Angebot auszuprobieren. Anschließend wird entschieden, ob es Bike-In später in ganz Deutschland geben wird.