Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab erneut eine Warnliste heraus. In dieser ist von einer potenziellen Pandemie die Rede, die “Millionen Tote” fordern könnte. 
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Potential für neue und gefährliche Infektionskrankheit
Zeckenbiss-Fieber, Syphilis und Tuberkulose - All diese Infektionskrankheiten haben bereits Millionen von Menschen das Leben gekostet und breiten sich jedes Mal aufs Neue aus. Vor allem letztere unspezifische Lungenentzündung ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt, welche jährlich mehr als 1,5 Millionen Tote mit sich bringt und über zehn Millionen Menschen infiziert. Doch nun warnt die  Weltgesundheitsorganisation WHO nicht nur vor dieser Epidemie, Infekten wie Ebola, Lassa-Fieber und dem Zika-Virus, sondern auch vor einer noch unbekannten, mysteriösen und gefährlichen “Krankheit X”.

“Die Geschichte lehrt uns, dass der nächste große Ausbruch wahrscheinlich etwas sein wird, dass wir vorher noch nicht gesehen haben. […] Sie repräsentiert das Wissen, dass eine ernsthafte Epidemie durch eine bislang unbekannte Krankheit weltweit ausbrechen kann”, wird Wissenschaftler und der wissenschaftliche Berater des WHO-Komitees, John-Arne Rottingen, vom britischen “Telegraph” zitiert. “Es mag seltsam erscheinen, ein 'X' hinzuzufügen, aber es geht darum, dass wir uns flexibel auf Impfungen und Diagnosetests vorbereiten und planen müssen”, heißt es weiter. Was für eine Krankheit “X” sein soll, wie man sich anstecken und wie diese bekämpft werden könnte, wüsste man zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht. Sicher sei jedoch, dass man sich für den Ernstfall wappnen sollte, damit schnelle Gegenmaßnahmen ergriffen werden könnten.

Rottingen führt weiter aus, dass sich die noch unbekannte Krankheit schon bald vom Tier auf den Menschen übertragen und eine Pandemie, also eine Ländergrenzen überschreitende Krankheit mit “Millionen Toten”, auslösen könnte. ”Da sich das Ökosystem und die menschlichen Lebensräume verändern, besteht immer die Gefahr, dass eine Krankheit von Tieren auf andere Individuen überspringt. Das ist ein natürlicher Prozess und es ist lebensnotwendig, dass wir uns dessen bewusst sind und uns darauf vorbereiten. Das ist vermutlich das größte Risiko.”

Wirklich Sorgen machen müssten wir uns zum aktuellen Zeitpunkt dennoch nicht. Die Angst vor künstlich geschaffenen Krankheiten würde schließlich rund um die Uhr bestehen und Forscher auf der ganzen Welt einspannen.