Einem Vater-Sohn-Gespann kamen Behörden aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz auf die Schliche, welche Revolver, Pistolen, Munition und über 1.100.000 Euro Bargeld in ihrem illegalen Waffenarsenal bunkerten.
 
Waffen

Beispielfoto: Credit: David McNew / GettyImages

Lieferung auf dem Postweg
Im November 2017 wurde ein französischer Polizist auf eine mysteriöse Lieferung von Handfeuerwaffen aus Deutschland aufmerksam und ließ die Pakete von seinen Kollegen in Toulouse überwachen. Wenig später wurden die Adressaten überführt, die Behörden starteten ihre Investigation und kamen im Anschluss einem kompletten Ring auf die Schliche. Acht Wohnungen im Raum Ludwigsburg und Stuttgart sowie in Nürnberg wurden durchsucht, man stellte Faustfeuerwaffen, Langwaffen und Munition sicher.

Wie die Nachrichtenagentur “dpa” bestätigte, hat die österreichische Landespolizei Vorarlberg in dieser Woche eine Medienkonferenz abgehalten und gestanden, dass sie mehrere Männer festgenommen hatten. Beim großen Showdown , bei welchen Polizisten aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz zusammenarbeiteten, stellte man insgesamt mehr als 100 Langwaffen, fast 50 Revolver und Pistolen, mehr als 100 Stichwaffen, mehrere Tausend Schuss Munition und viel Bargeld sicher. Chef der internationalen Waffenbande soll ein in Deutschland lebender 61-jähriger Schweizer gewesen sein, welcher seinen 37-jährigen Sohn ebenfalls im Geschäft eingebunden hatte. Das Duo soll Waffen illegal importiert und sie später an Kunden in Nachbarländern verkauft haben. Über 1.100.000 Euro in Bar wurden laut den Informationen der St. Galler Kantonspolizei bei der Hausdurchsuchung gefunden.

In einer Medienkonferenz gab die Landespolizei ebenfalls bekannt, dass keine der beschlagnahmten Waffen bei Straftaten benutzt oder als gestohlen gemeldet wurde. Die Ermittlungen sind noch immer in vollem Gange, man sucht nach Käufern von Revolver, Pistolen und Munition.