Zwei Männer wollten illegal von Ecuador nach New York fliegen und stürzten aus einem startenden Flugzeug, nachdem sie sich im Radkasten versteckt hatten.
 
Flughafen

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Tote auf der Start- und Landebahn
Wir bedauern den Vorfall am Flughafen Guayaquil zutiefst und drücken unser Beileid aus. Wir arbeiten mit den Behörden zusammen und hoffen, dass die Ursache des Unglücks ermittelt werden kann, erklärte Manuel van Oordt, Exekutivdirektor von Latam Ecuador gegenüber der Zeitung El Universo und bestätigte damit den Unfall mit Toten am Flughafen Guayaquil.

Zwei Männer waren Berichten zufolge unerlaubterweise auf das Gelände des Flughafens geschlichen, wollten aus Ecuador fliehen und versteckten sich im Radkasten eines Flugzeugs. Die Piloten der Maschine der Gesellschaft Latam, welche sich mit allen anwesenden Fahrgästen auf den Weg nach New York City machten und den sechs Stunden 35 Minuten langen Flug antraten, hatte keine Ahnung von den ungebetenen Besuchern. Die blinden Passagiere sollen demnach beim Start der Maschine zurück auf die Fahrbahn geschleudert worden und an Ort und Stelle verstorben sein. Der Jose Joaquin de Olmedo-Flughafen in Guayaquil, Ecuador war laut der Behörde für zivile Luftfahrt DGAC für 90 Minuten komplett gesperrt worden, das abgehobene Flugzeug musste umkehren und wird zum aktuellen Zeitpunkt inspiziert.

Nicht das erste Mal
Ein normales Flugzeug benötigt beim Starten eine Mindestgeschwindigkeit zwischen 250 und 345 km/h. Wenig später zieht die Maschine ihre Räder ein, der vorgesehene Radkasten schließt sich. Schon im Juni 2015 hatte sich ein Mann elf Stunden lang unbemerkt in einer Boeing 747 versteckt und flog ohne Gepäck von Johannesburg nach London. Beim Landeversuch öffnete die Maschine erneut ihre Radkästen, der blinde Passagier stürzte aus der Vorrichtung auf ein Bürohaus, seine Leiche wurde am selben Tag von Mitarbeitern auf dem Dach gefunden.