Mit nur einem einzigen Tweet ließ Kylie Jenner die Snapchat-Aktie purzeln, womit die 20-Jährige einen Verlust von knapp 1,4 Milliarden Euro beim Unternehmen verursachte. Als grundlegender Auslöser gilt die kontroverse, neue Benutzeroberfläche der beliebten App.

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Die Macht eines Tweets
In einem vermeintlich harmlosen Tweet erklärte Kylie Jenner am 21. Februar 2018, dass sie die beliebte Social-Media-App Snapchat kaum noch verwenden würde. Die Folgen ihrer Aussage fielen allerdings wohl deutlich größer aus, als die 20-Jährige ursprünglich angenommen hatte. Als direkte Reaktion auf den Tweet musste die Börsen-Aktie von Snap Inc. nämlich erhebliche Einbußen verzeichnen. Das Wertpapier fiel demnach um beinahe acht Prozent, was für das Unternehmen einen Verlust von fast 1,4 Milliarden Euro bedeutet.

Wie ist das möglich?
Mit einer beachtlichen Twitter Followerzahl von 24,5 Millionen verfügt Kylie Jenner über eine sehr große Reichweite. So folgte auch auf ihren besagten Tweet eine massive Reaktionswelle: Mehr als 59.000 Mal wurde ihr kurzes Snapchat-Statement retweetet, während über 300.000 Menschen unter ihrem Post auf den Like-Button klickten. Jenners Aussage sorgte allerdings nicht nur für angeregte Diskussionen auf Twitter, sondern wird auch für den plötzlichen Fall der Snap Inc.-Aktie verantwortlich gemacht. Die Zeichen für den Kurseinbruch verdeutlichten sich jedoch bereits in den Tagen zuvor.
 

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In Reaktion auf ein großes App-Update, welches die Snapchat-Oberfläche drastisch verändert hatte, erstellten verärgerte Nutzer sogar eine Petition auf der Plattform "Change.org" und äußerten ihren Unmut gegenüber den Neuerungen. Das Dokument wurde inzwischen bereits über 1,2 Millionen Mla unterzeichnet. Das Unternehmen hinter der beliebten Anwendung kündigte deshalb auch weitere Anpassungen an, sodass die Snapchat-Oberfläche auch für Fans des alten Designs wieder zugänglicher wird. Wann genau diese Änderungen in der App zu sehen sein werden, ist allerdings noch unklar. Kylie selbst ergänzte mit einem weiteren Tweet noch, dass sie trotz alledem noch immer ein Fan der Plattform sein und bezeichnete sie sogar als ihre "erste Liebe".