Bereits seit Jahren arbeiten Wissenschaftler der University of California in San Diego an ihrer “Eiszeit-Forschung” und kamen jetzt zu dem Ergebnis, dass die Sonnenstrahlung bis 2030 um 60 Prozent abnehmen soll. Der Welt soll demnach eine Mini-Eiszeit bevorstehen. 
Eiszeit

Beispielfoto: Credit: TheDigitalArtist / Pixabay

Zeichen von Sonnenschwäche
Seit Jahrzehnten versucht die Menschheit das Universum, unser Sonnensystem und unsere Erde von oben bis unten zu beleuchten und alles erdenkliche herauszufinden. Wissenschaftler der University of California in San Diego zum Beispiel beschäftigen sich mit den sogenannten Sonnenflecken und ihrer Bedeutung. Diese dunklen Stellen auf der sichtbaren Oberfläche sind statt 5800 nur noch 3000 Kelvin Celsius heiß, geben weniger Energie ab und schwächen unsere Sonne an bestimmten Punkten. Die Anzahl und Größe dieser Flecken dienen als einfaches Maß für die aktuelle Sonnenaktivität. Wie im Fachjournal Astrophysical Journal Letters aktuell bestätigt wurde, wird es schon bald eine Zeit geben, in welcher die magnetische Anziehungskraft der Sonne dank dieser Flecken nachlässt und uns Tage, Wochen und Monate mit einer geringeren ultravioletter Strahlung bescheren. Großes Minimum nennen die Forscher diese anstehende kleine Eiszeit, welche mit jener im Mittelalter verglichen werden kann. Auch beim Maunder-Minimum, welches von 1645 bis 1715 anhielt, kam es zu geringeren Temperaturen über einen längeren Zeitraum. Damals sollen Beobachter insgesamt 3579 fleckenlose Tage in Folge gezählt haben, welche zur Folge hatten, dass die komplette Ostsee mindestens zweimal, die Themse in England und auch holländische Kanäle über Monate hinweg zugefroren waren und allen Menschen unter der andauernden Kälte litten. Selbst im Sommer soll es kühl und feucht gewesen sein, sodass Weizen auf den Feldern verfaulte, Kartoffeln, Tomaten und viele andere Gemüsesorten konnten nicht richtig reifen und Hungersnöte entstanden.

Wissenschaftler sind sich nicht einig
Aufgrund von vielen verschiedenen Einflüssen können die Wissenschaftler der University of California in San Diego aktuell noch keine genaue Auskunft geben, wann uns solch eine Mini-Eiszeit bevorstehen wird. Laut Dan Lubin und seinen Kollegen sollen wir ab dem Jahr 2050 die globale Abkühlung zu spüren bekommen. Mathematikerin Valentina Zharkova von der britischen Northumbria University glaubt an den Beginn im Jahr 2021 und eine geringe Sonnenaktivität von nur noch 40 Prozent ab dem Jahr 2030.

Die Kühlwirkung eines großen Minimums ist nur ein Bruchteil des Erwärmungseffekts, der durch die zunehmende Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre verursacht wird, erklärte Lubin in seinen Forschungsergebnissen abschließend und fügte hinzu, dass es trotz der herrschenden Klimaerwärmung zur Mini-Eiszeit kommen wird. Diese soll ein Sonnenzyklus, also zehn bis zwölf Jahre andauern, bevor wir erneut die Wärme der Sonne spüren können.

Wissenschafter vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung berichteten bereits Anfang 2016, dass der Klimawandel schon vor geraumer Zeit die Mini-Eiszeit verschoben habe:Auch ohne den menschengemachten Klimawandel würden wir den Beginn einer neuen Eiszeit erst in etwa 50.000 Jahren erwarten – das macht das Holozän als gegenwärtige Epoche bereits zu einer ungewöhnlich langen Phase zwischen zwei Eiszeiten, berichtete Studienleiter Andrey Ganopolski in seinen Ergebnissen. Ob und welche Forschungen der Realität entsprechen werden, werden wir spätestens in  zwölf Jahren erfahren …