Um die Luftverschmutzung in 51 deutschen Städten reduzieren zu können, könnten schon bald vorübergehende Diesel-Fahrverbote verhängt werden. Mit einer Auswertung von Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes werden die Ausmaße deutlich.
 
Abgase

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Fahrverbote für Dieselfahrzeuge
51 deutsche Städte sind aktuell von hoher Luftverschmutzung betroffen und sorgen dafür, dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) eine Warnung herausgegeben hat. Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist die Belastung durch das gesundheitsgefährdende Gas Stickstoffdioxid (NO2) sogar so hoch, dass man über vorübergehende Diesel-Fahrverbote aus den Schadstoffklassen Euro 1 bis 5 spricht. Autoliebhaber aus der Gruppe Euro-6 werden nur teilweise betroffen sein, müssen schon bald ihren Wagen stehenlassen und mit der Bahn zur Arbeit fahren.

Wie exklusive Auswertungen durch die “WirtschaftsWoche” bestätigten, sind vor allem Großstädte wie Berlin, Hamburg und München von den hohen Luftverschmutzungen betroffen. Alleine in Deutschlands Hauptstadt sollen über 247.000 angemeldete Fahrzeuge vom Diesel-Verbot betroffen sein. In der benachbarten Hansestadt sind es rund 189.000 Modelle.

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Was macht die Regierung?
Schon seit einigen Monaten gibt es Debatten zum Thema Diesel-Steuer. Während sich Regierungsberater sicher sind, dass man Umweltverschmutzungen mit einer Umrüstung älterer Fahrzeuge vorbeugen kann und dafür Steuergelder verwenden sollte, wollen Verbraucher alle Autobauer zur Kasse bitten. Ob man damit die Stickoxid-Emissionen der Autos tatsächlich senken kann oder einfach nur Geld aus dem Fenster schmeißt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass 51 deutsche Städte sowie unsere Umwelt unter den Diesel-Abgasen leiden und es schon bald 2,8 Millionen Fahrzeughalter in ganz Deutschland an den Kragen gehen könnte. Welche Autos in der City fahren dürfen oder nicht, soll noch im ersten Quartal des Jahres 2018 entschieden werden.