Unter den chinesischen Teilnehmern waren 63 Prozent der Meinung, dass autonome Fahrzeuge die allgemeine Verkehrssicherheit verbessern würden – in Deutschland und den USA gaben dies nur 34 Prozent der Befragten an. Etwas mehr als dreiviertel der Studienteilnehmer würden im Notfall gerne selbst die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen können. 53 Prozent würden sogar nur dann ein vollautomatisiertes Fahrzeug kaufen, wenn sie jederzeit die freie Entscheidung hätten, ob sie es selbst steuern oder es von alleine fahren lassen möchten. Das Vertrauen in die Technologie scheint demnach noch nicht wirklich groß zu sein.
Zu unrecht, erklärt der Leiter der Innovations- und Marktforschung beim TÜV Rheinland, Mark Schierge gegenüber "heise online". "Es ist ja auch Fakt, dass die Anzahl der Unfälle durch Fehlverhalten von Fahrzeugführern erheblich höher sind als durch technische Mängel", wird er vom Webmagazin zitiert. Das subjektive Empfinden der Teilnehmer würde sich demnach nicht mit der Realität decken. Aufgrund der Umfrage-Ergebnisse sieht auch der Executive Vice President für Mobilität beim TÜV Rheinland, Doktor Matthias Schubert Handlungsbedarf: "Wir müssen den Menschen noch viel stärker informieren und die Vorteile von mehr Technik auch eindeutig vermitteln", ließ er in der Pressemitteilung zur Studie auf der Webseite des TÜV Rheinland verlauten.