Der Impfstoff setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Das erste Mittel bringt die Immunzellen dazu, den Rezeptor OX40 zu bilden. Dieses ist ein sekundäres, kostimulatorisches Immun-Checkpoint-Molekül – Fach-Chinesisch. Das zweite Mittel dockt an diese Rezeptoren an und sorgt dafür, dass die T-Zellen die erkannten Krebszellen angreifen ohne sich von den Abwehrmechanismen der Tumorzellen beirren zu lassen. T-Zellen spielen eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem und erkennen körperfremde Antigene.
Experten-Meinung
"Wir greifen bestimmte Ziele an, ohne genau erkennen zu müssen, welche Proteine die T-Zellen erkennen", so Ronald Levy, Professor für Onkologie an der Stanford University und Pionier in der Immuntherapieforschung, im Interview mit der britischen "Daily Mail". Laut den Experten würde das innovative Mittel nur die Immunzellen innerhalb des Tumors anregen. Einer der verwendeten Inhaltsstoffe wurde schon für die Humanmedizin zugelassen. Der andere befindet sich derzeit noch in der Testphase. Nun wird eine Studie an 15 Lymphdrüsenkrebs-Patienten angegangen. Die Ärzte hoffen, dass das neuartige Mittel beim Menschen genauso wirkt wie zuvor bei den Mäusen.