Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Ärzte entfernten riesigen Sack

Baby mit Enzephalozele sieht nach Operation erstmals seine Eltern

Viele werdenden Eltern bereiten sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vor und können Ultraschalluntersuchungen gar nicht abwarten. Auch Valeka Riegel ging im fünften Monat zu ihrer Frauenärztin und blickte auf die Auswertungen ihrer Sonografie. Doch leider wurde damit die Tatsache bestätigt, dass ihr ungeborener Sohn unter Enzephalozele litt und kurz nach der Geburt operiert werden musste.

Viele werdenden Eltern bereiten sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vor und können Ultraschalluntersuchungen gar nicht abwarten. Auch Valeka Riegel ging im fünften Monat zu ihrer Frauenärztin und blickte auf die Auswertungen ihrer Sonografie. Doch leider wurde damit die Tatsache bestätigt, dass ihr ungeborener Sohn unter Enzephalozele litt und kurz nach der Geburt operiert werden musste.

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Diagnose: Enzephalozele

Valeka Riegel ist eine 46-jährige Frau, welche dank einer künstlichen Befruchtung schwanger geworden war. Und weil die nachfolgenden neun Monate für jede Familie etwas ganz Besonderes sind, ließ sie keine Vorsorge- oder Ultraschalluntersuchung aus und wollte rund um die Uhr wissen, wie es ihrem ungeborenen Jungen ging. Im fünften Monat hingegen legte man die Karten auf den Tisch und erklärte Riegel, dass ein Bild ihres Kindes deutlich eine Verformung des Kopfes zeigte und bestätigte, dass ihr Baby unter der Hemmungsfehlbildung mit fehlerhafter Gehirnanlage namens Enzephalozele leiden würde.

Die 46-Jährige selbst musste sich demnach mit dem Gedanken anfreunden, dass ihr Kind nicht ganz gesund zur Welt kommen wird und Teile seines Gehirns sich nach außen drücken würden. Trotzdem akzeptierte sie die Tatsache und bereitete sich auf die Geburt des kleinen Zakary vor.

Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Lebensfreude pur

Am 29. Dezember 2016 war es dann endlich soweit: Zakary wurde im Kinderkrankenhaus der Stadt Cincinnati im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio von seinen besorgten Eltern in Empfang genommen und konnte diese zu Beginn gar nicht richtig erblicken, denn: Ein riesiger sackartiger Hautball, welcher aus dem Bereich seiner Nasenwurzel gewachsen war, bedeckte das Gesicht des Neugeborenen und versperrte ihm die Sicht. Mutter Valeka erinnerte sich im Interview mit “Faith Tap” an den Moment zurück, in welchem sie ihren Sohn das erste Mal gesehen hatte: “Es gab nur eine große Stirn und winzige kleine Lippen – keine Augen, keine Nase, keine Wimpern.”

Die nächsten Monate, so fügte die 46-Jährige hinzu, musste ihr Sohnemann auf der Intensivstation verbringen, da er nicht alleine atmen oder essen konnte. Auch musste Zakary einige hochkomplexe Operationen über sich ergehen lassen, in welchen herausgefunden wurde, dass sein Auswuchs gutartig war und keinerlei Gefahr darstellen würde. Ein Team von 22 Ärzten kümmerte sich im Anschluss um den kleinen Jungen und sorgte dafür, dass der Sack chirurgisch entfernt wurde. Dabei wurde das vorhandene und ausgetretene Hirngewebe behutsam in den Schädel gelegt und man formte ihm eine richtige Nase.

Laut der staatlichen Gesundheitsbehörde CDC wird jedes Jahr nur etwa eins von 12.200 Babys in den USA mit dieser Krankheit geboren.
Mittlerweile ist Zakary über ein Jahr alt, kann endlich alleine sehen und sich ernähren und strahlt eine Lebensfreude aus, welche seine Mutter weiterhin sprachlos macht. “Ich weinte nur, weil ich nicht wusste, dass er so schöne lange Wimpern und große braune Augen hatte. Sie waren perfekt”, gestand Valeka Riegel gegenüber “Faith Tap” und fügte hinzu, dass sie ihr Leben jetzt erst in vollen Zügen genießen könne.

A new face for Zakary | Cincinnati Children's
A new face for Zakary | Cincinnati Children's